Wirtschaftsnotizen

Probleme bei Google

Nutzer von mehreren Google-Diensten haben am Mittwoch über Störungen geklagt. Nach einer Statusübersicht des Internetkonzerns gab es teilweise Aussetzer beim E-Mail-Dienst G-Mail, beim Cloud-Service Drive sowie Büroanwendungen. Über die Gründe und den Umfang war zunächst nichts bekannt. (dpa)

Neuer Rohrglas-Leiter

Patrick Markschläger. Bild: Schott
Patrick Markschläger ist neuer Leiter des Geschäftsbereichs Rohrglas der Schott AG mit Hauptsitz in Mitterteich (Kreis Tirschenreuth) Der promovierte Maschinenbauer ist seit 1999 für den Schott-Konzern tätig. Er beerbt Miguel Seidenfaden. Markschläger bleibt Geschäftsführer der Schott Solar CSP in Mitterteich. (paa)

Pöschl trauert um Chef

Der Tabak- und Schnupftabak-Pionier Alois Pöschl ist tot. Der Senior-Geschäftsführer der Pöschl Tobacco Group sei am Sonntag im Alter von 96 Jahren gestorben, sagte am Mittwoch ein Firmensprecher in Geisenhausen (Kreis Landshut). Der älteste Sohn des Firmengründers hatte nach dem Zweiten Weltkrieg mit seinem Bruder Wilhelm den Betrieb wieder aufgebaut. Inzwischen ist das Unternehmen nach eigenen Angaben der größte Produzent von Schnupftabak in der Welt. Pöschl beschäftigt 770 Mitarbeiter, 391 davon in Deutschland. Der Umsatz liegt bei 445 Millionen Euro. (dpa)

Kommentar Rom macht es Berlin vor

Während Italien zur Finanzierung der Staatsverschuldung auch auf Kleinsparer setzt, hat die Bundesregierung diesen schnöde den Stuhl vor die Tür gesetzt. Zum Jahreswechsel wurden die Bundesschatzbriefe eingestellt, Bundesanleihen können nur mehr über Banken erworben werden und die kostenlose Depotführung bei der Bundesschuldenverwaltung wurde beendet. Die Begründung lautet, es rechnet sich nicht mehr. Anders ausgedrückt: Der Bund braucht die Kleinsparer nicht mehr.

Dagegen ist die italienische Strategie, auch Kleinsparer einzubinden, aus purer Not geboren. Doch sie lässt auch jene mitkommen, die nur kleine Beträge anlegen können. Ein Gedanke, der auch der Einführung der Bundesschatzbriefe unter Franz Josef Strauß (CSU) als Bundesfinanzminister) und Karl Schiller (SPD) als Bundeswirtschaftsminister) zugrunde lag. Es ging damals darum, die Bürger "mit ihrem Scherflein teilhaben zu lassen am Staat", wie dies Wilhelm Hankel, der Vater der Bundesschatzbriefe formulierte. Aber davon hat sich die Bundesregierung längst verabschiedet.
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