Wirtschaftsnotizen

Flabeg Solar insolvent

Die Krise in der Solarbranche hat nun auch die Flabeg Gruppe erreicht. Für deren deutsche Solarsparte, die Flabeg GmbH, und die Flabeg Holding GmbH wurde Insolvenzantrag gestellt. Betroffen davon sind 215 Mitarbeiter in Furth im Wald, Nürnberg und Köln. Thomas Oberle, Rechtsanwalt in der Kanzlei Wellensiek, soll als Eigenverwalter in die Geschäftsführung der Flabeg GmbH berufen werden. Vorläufiger Insolvenzverwalter ist Joachim Exner von der Nürnberger Kanzlei Dr. Beck & Partner. Grund für die Insolvenz sind fehlende Großaufträge aufgrund der weltweit schwierigen Wirtschaftslage. Damit nicht auch noch die zweite Tochter der Flabeg-Gruppe, die Autosparte Flabeg Deutschland GmbH, ins Wanken gerät, erfolgte eine Abspaltung. (nt/az)

Schwaches Quartal?

Siemens hat einem Pressebericht zufolge ein schwaches Quartal erlebt und dürfte seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr kassieren. Statt der angepeilten 4,5 bis 5,0 Milliarden Euro Überschuss aus fortgeführtem Geschäft sei nun nur noch das untere Ende der Spanne realistisch, berichtet die "Börsen-Zeitung" am Freitag ohne konkrete Quellenangabe. Als Grund für die schwächere Prognose führte die Zeitung unter anderem das Solargeschäft an. Ein Siemens-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren. (dpa)
MAN mit Verlust

MAN bekommt den schwachen Nutzfahrzeugmarkt in Europa deutlich zu spüren. Bild: dpa
Der Lkw-Hersteller MAN hat in den ersten drei Monaten des Jahres tiefrote Zahlen geschrieben. Die anhaltende Krise in vielen europäischen Ländern und eine Rückstellung für ein Kraftwerksprojekt verhagelten der Volkswagen-Tochter das erste Quartal. Unter dem Strich steht ein Verlust von 337 Millionen Euro, nachdem vor einem Jahr noch ein Gewinn von 130 Millionen in den Büchern stand. Eine rasche Wende ist nicht in Sicht. "Für das Jahr 2013 erwarten wir nach wie vor keine signifikante konjunkturelle Erholung", sagte Konzernchef Georg Pachta-Reyhofen am Freitag. Der Umsatz schrumpfte um 8 Prozent auf knapp 3,6 Milliarden Euro. (dpa)

SGL Group in roten Zahlen

Wegen konjunktureller Unsicherheiten ist der Kohlenstoffspezialist SGL Group im ersten Quartal dieses Jahres in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust habe unter dem Strich 9,4 Millionen Euro betragen, teilte das Unternehmen am Freitag in Wiesbaden mit. Im Vorjahreszeitraum hatte es noch einen Gewinn nach Steuern von 13,8 Millionen Euro gegeben. Für das schwache Quartal machte Vorstandschef Robert Koehler das zyklische Tief bei Graphitspezialitäten und die verzögerte Erholung beim Geschäft mit den Carbonfasern verantwortlich. Die SGL Group hatte bereits vor einer Woche ihre Gewinnprognose für das Gesamtjahr gekappt. An dem Konzern sind unter anderem BMW und Volkswagen beteiligt. (dpa)
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