Wirtschaftsnotizen

Vermögen wächst

Die Deutschen haben 2012 so viel neues Geldvermögen angehäuft wie seit 1993 nicht mehr: Binnen eines Jahres habe sich das Vermögen der privaten Haushalte in Form von Bargeld, Bankeinlagen oder Ansprüchen gegenüber Versicherungen um knapp 157 Milliarden Euro erhöht. Das teilte die Deutsche Bundesbank mit. Hinzu kämen Kursgewinne an den Kapitalmärkten von 72 Milliarden Euro. Damit seien die Bürger so reich wie nie: Zum Jahresende kletterte das Vermögen auf die Rekordhöhe von 4939 Milliarden Euro, ein Plus von 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Immobilien oder Vermögensgegenstände sind in der Statistik nicht enthalten. Allerdings legte angesichts der niedrigen Zinsen auch die Verschuldung stärker zu als in den Vorjahren. Die gesamten Verbindlichkeiten stiegen um knapp 1 Prozent auf 1566 Milliarden Euro. (dpa)

Aktion auch bei Siemens

Mit einer ersten größeren Warnstreikwelle hat die IG Metall ihre Tarifforderungen für die bayerische Metall- und Elektroindustrie untermauert. Beschäftigte von 34 Betrieben im Freistaat legten am Freitag die Arbeit zeitweise nieder und beteiligten sich an Kundgebungen und Demonstrationen. Bis zum Nachmittag zählte die Gewerkschaft mehr als 13 000 Beschäftigte, die zeitweise in den Ausstand traten. Aktionen gab es unter anderem auch bei Siemens in Amberg, bei Bosch-Rexroth in Volkach und bei Brose in Würzburg. (dpa)
Dachdecker zufrieden

Die Dachdeckerbranche in Deutschland hat rund 93 000 Beschäftigte. Archivbild: dpa
Dachdecker in Deutschland profitieren von der Energiewende und der Flucht der Sparer in den Immobilienkauf. Das teilte der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks in Freiburg mit. Treibende Kraft für die Branche seien private Auftraggeber. Sie machten mehr als 60 Prozent der Umsätze aus. Eigentümer nutzten ihr Erspartes, um Dächer zu erneuern oder zu dämmen. Dieser Trend beschere den rund 12 500 Betrieben volle Auftragsbücher. Dies gleiche den Auftragsrückgang aus, den Dachdecker bei Gewerbe- und öffentliche Gebäuden verzeichneten. Die Branche setzte 2012 rund 8,4 Milliarden Euro um. (dpa)

"Zeitnaher" Verkauf

Thyssen-Krupp arbeitet weiter mit Hochdruck am Verkauf seiner Stahlwerke in Brasilien und den USA. Das Unternehmen konzentriere sich darauf einen Vertragsschluss "zeitnah" zu erreichen, sagte ein Sprecher am Freitag in Essen. Die beiden Werke waren von dem Konzern zum Verkauf gestellt worden, nachdem sie sich als Milliardengräber entpuppt hatten. Zu den Gesprächspartnern gehöre auch der brasilianische Bergbaukonzern Vale, sowie brasilianische Regierungsstellen und die brasilianische Entwicklungsbank BNDES, so der Sprecher weiter. Zu weiteren Einzelheiten der Verhandlungen wollte er keine Stellung nehmen. (dpa)
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