12.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Wirtschaftsnotizen

von Redaktion OnetzProfil

Spielraum für Mifa

Der Fahrradhersteller Mifa (Sangerhausen, Sachsen-Anhalt) bekommt auf seinem Weg der Restrukturierung etwas Luft. Wie das Unternehmen mitteilte, müssen bis zum 25. August keine Zinsen für Anleihen an die Gläubiger gezahlt werden. Ursprünglich waren diese heute fällig. Der bestellte gemeinsame Vertreter der Gläubiger - eine Beratungsfirma - habe der Stundung der Zinszahlung zugestimmt. Mifa (rund 770 Beschäftigte) hatte sich 25 Millionen Euro geliehen und 7,5 Prozent Zinsen versprochen. Dann wurden finanzielle Schwierigkeiten bekannt. 2013 machte Mifa einen Verlust von 15 Millionen Euro. Prominentester Anteilseigner des Fahrradherstellers ist der AWD-Gründer Carsten Maschmeyer, der mehr als 20 Prozent am Unternehmen hält. (dpa)

Boehringer spart

Der Pharmahersteller Boehringer Ingelheim reagiert mit Kostensenkungen auf sinkende Umsätze. So soll der Zuwachs an Mitarbeitern beschränkt werden. "Wir müssen uns Freiraum verschaffen. Dieser Freiraum wird uns ermöglichen, weiterhin intensiv in organisches und nachhaltiges Wachstum zu investieren", teilte der Vorsitzende der Unternehmensleitung, Andreas Barner, am Montag in Ingelheim am Rhein (Rheinland-Pfalz) mit. Im ersten Halbjahr 2014 sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 7,9 Prozent auf rund 6,5 Milliarden Euro. Boehringer beschäftigte 2013 nach eigenen Angaben weltweit rund 47 500 Mitarbeiter. In Deutschland waren es Ende Juni 2014 etwa 14 000. (dpa)

Mit dem Zug nach China

Auf der Schiene werden künftig Autos aus Deutschland nach China gebracht. Archivbild: dpa
Deutsche Autos für den chinesischen Markt rollen ab dieser Woche mit dem Güterzug vom Duisburger Hafen nach Fernost. Statt wie bislang nur Einzelteile für die Automobilindustrie zu liefern, transportiere der Direktzug künftig einmal pro Woche 82 fertig montierte Fahrzeuge deutscher Hersteller nach Chongqing, teilte die Duisburger Hafen AG mit. Inzwischen seien viermal wöchentlich Züge auf der mehr als 10 000 Kilometer langen Strecke unterwegs. Deutsche Autohersteller exportieren nach China, produzieren aber auch im Land in Kooperation mit heimischen Partnern. (dpa)

Orangensaft und Bananen

Der Orangensaft-Hersteller The Cutrale Group will den Zusammenschluss von Chiquita und Fyffes zum weltweit größten Bananenhändler stoppen. Dazu legte das Unternehmen am Montag zusammen mit dem Firmenkonglomerat Safra Group ein Übernahmeangebot für Chiquita vor. Die Aktionäre des US-Unternehmens sollen 13 Dollar für jeden Chiquita-Anteilschein erhalten. Chiquita will sich mit seinem irischen Konkurrenten Fyffes mittels Aktientausch zusammenschließen. (dpa)

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.