21.08.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Wirtschaftsnotizen

von Redaktion OnetzProfil

Regeln für Schattenbanken

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat weltweit wirksame Regeln für die sogenannten Schattenbanken verlangt. Damit sind zum Beispiel spekulative Fonds oder Investmentfirmen gemeint, die anders als die traditionellen Banken kaum einer Kontrolle unterliegen. Bei allen Fortschritten bei der Regulierung der Banken sei dies immer noch "ein Bereich, der regulatorisch ziemlich nackt dasteht", sagte Merkel am Mittwoch in Lindau zur Eröffnung eines Treffens von Wirtschaftsnobelpreisträgern. Es bestehe das Risiko, dass Finanzakteure aus dem regulierten Bankensektor in den Schattenbankenbereich auswichen. "Wenn wir den nicht mit derselben Konsequenz dann auch unter die Lupe nehmen, dann ist jedenfalls die Gefahr einer nächsten Finanzmarktkrise bereits vorprogrammiert." (dpa)

Hunger auf Pizza

Dr. Oetker will sein Geschäft mit Tiefkühlpizza in Nordamerika mit einem Zukauf ausbauen. Der Nahrungsmittelkonzern plane die Übernahme des Pizza-Geschäfts von McCain in den USA und in Kanada mit einem Jahresumsatz von umgerechnet rund 100 Millionen Euro, sagte ein Sprecher des Bielefelder Unternehmens am Mittwoch. Zur Kaufsumme machte Dr. Oetker keine Angaben. Der deutsche Konzern will dabei zwei Standorte in Kanada und einen in New Jersey (USA) mit insgesamt 325 Mitarbeitern übernehmen. (dpa)

Kein Grund für Ausstieg

Der Bund will seinen 17-Prozent-Anteil an der Commerzbank bis mindestens 2016 halten. "Wir sind kein Eigentümer auf Dauer. Aber ich sehe auch keinen Grund, ausgerechnet jetzt auszusteigen", sagte der Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Thomas Steffen, dem "Manager Magazin". Der Bund hatte die Commerzbank 2008/2009 kurz nach der Dresdner-Bank-Übernahme mitten in der Finanzkrise mit Milliarden gestützt und ist seither größter Einzelaktionär. Zwar gebe es "immer mal wieder Gesprächsanfragen", sagte der Staatssekretär. Der Bund führe aber keine "Geheimgespräche an der Autobahn-Raststätte", um seinen Anteil loszuwerden. (dpa) Die Zentrale der Commerzbank in Frankfurt. Archivbild: dpa

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