05.09.2014 - 00:00 Uhr
Deutschland & Welt

Wirtschaftsnotizen

von Redaktion OnetzProfil

Industrieaufträge legen zu

Die deutsche Industrie hat im Juli beim Auftragseingang überraschend stark zugelegt und den Einbruch im Vormonat mehr als wettgemacht. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts vom Donnerstag lagen die Bestellungen 4,6 Prozent höher als im Vormonat. Dies ist der stärkste Zuwachs bei den Auftragseingängen seit mehr als einem Jahr. Im Juni waren die Auftragseingänge noch um revidiert 2,7 Prozent (zuvor 3,2 Prozent) eingebrochen. Die Erholung fiel stärker als erwartet aus. (dpa)

Frankreich in der Bredouille

In der Wirtschaftskrise in Frankreich verharrt die Arbeitslosenquote kaum verändert auf einem Rekordniveau. Wie das nationale Statistikamt Insee am Donnerstag in Paris mitteilte, erreichte die Quote im zweiten Quartal 10,2 Prozent und lag damit um 0,1 Prozentpunkte über dem ersten Vierteljahr. Ohne Überseegebiete der nach Deutschland zweitgrößten Euro-Volkswirtschaft gerechnet blieb die Quote bei 9,7 Prozent. Ende Juli waren 3,42 Millionen Franzosen ohne Arbeit. (dpa)

Transparenz bei Aldi-Fleisch

Deutschlands größter Discounter Aldi will seine Kunden künftig auch über die Herkunft des Fleisches in verarbeiteten Produkten wie Chili con Carne oder Pasta Bolognese informieren. Dies sei "ein absolutes Novum im deutschen Lebensmitteleinzelhandel", teilte Aldi Süd mit. Verbraucherschützer begrüßten den Schritt. Die Kunden von Aldi Nord und Aldi Süd können sich nach Unternehmensangaben künftig entweder mit Hilfe eines auf den Produkten angebrachten QR-Codes oder auf Internetseiten der Unternehmen informieren, aus welchem Land die Tiere stammen, wo die Schlachtung stattfand und wo das Fleisch verarbeitet wurde. (dpa)

HWWI: trübe Aussichten

Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) hat seine Prognosen für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland nach unten korrigiert und damit einen Kurswechsel vollzogen. Die Hamburger Forscher rechnen nun noch mit einem Wachstum von 1,6 Prozent in diesem und 2,0 Prozent im nächsten Jahr, heißt es in einer am Donnerstag verbreiteten Mitteilung. Erst vor drei Monaten hatte das HWWI seine Prognosen nach oben verändert - auf 2,2 Prozent Wachstum 2014 und 2,5 Prozent 2015. Das Institut begründete die Kehrtwende mit den Konflikten in der Ukraine und im Nahen Osten, die sich bremsend auf die Investitionen ausgewirkt hätten. Zudem entwickele sich der Euroraum wenig dynamisch. (dpa)

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