Wirtschaftsnotizen

Agrarexporte leicht im Plus

Die deutschen Agrarexporte haben im ersten Halbjahr 2014 trotz der internationalen Krisen leicht zugelegt. Ausgeführt wurden Güter im Wert von 31,3 Milliarden Euro und damit 1,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Bundesagrarministerium am Freitag mitteilte. Der größte Wachstumsbeitrag kam von Milch und Milchprodukten, deren Wert auch wegen höherer Preise um 12,2 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro stieg. Bei Fleisch gab es dagegen ein Minus. Die Agrarexporte nach Russland sackten um 25 Prozent auf 585 Millionen Euro ab - schon vor dem von Moskau im August verhängten Importstopp. (dpa)

Google zahlt Millionen

Nach Apple wird auch Google in den USA Millionen für App-Einkäufe von Kindern zurückzahlen. Der Internetkonzern werde Verbrauchern insgesamt mindestens 19 Millionen Dollar (14,6 Millionen Euro) überweisen, teilte die Handelskommission FTC am späten Donnerstag mit. Die Behörde hatte bemängelt, dass Kinder es zu leicht gehabt hätten, in Apps aus Googles Download-Plattform kostenpflichtige Inhalte ohne Zustimmung der Eltern zu erwerben. (dpa)

Ex-Ifo-Präsident gestorben

Der frühere Präsident des Münchner Ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, Karl Heinrich Oppenländer, ist tot. Er sei bereits am 29. August im Alter von 82 Jahren gestorben, teilte das Institut am Freitag in München mit. Der Vorgänger des amtierenden Ifo-Chefs Hans-Werner Sinn war von 1976 bis 1999 Ifo-Präsident und danach noch sechs Jahre Mitglied des Kuratoriums. (dpa)

Nestlé kapselt in Schwerin

Der Nahrungsmittel-Multi Nestlé produziert seine Kaffeekapseln jetzt auch in Deutschland. Am Freitag nahm der Schweizer Konzern in Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern) ein neues Werk in Betrieb. Der Neubau gilt als eine der größten Auslandsinvestitionen in Deutschland seit Jahren. 220 Millionen Euro steckt Nestlé in das neue Werk. Wenn der Bau fertig ist, sollen zwölf Produktionslinien jährlich mehrere Milliarden Kapseln nach Nord- und Osteuropa, aber auch an Händler in Deutschland liefern. 450 Beschäftigte sollen dann im europaweit größten Nestlé-Werk arbeiten. Die Kaffeezubereitung mit Kapseln ist wegen des Verpackungsmülls umstritten. (dpa)

Fraport kauft in Slowenien

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport will sein Wachstum in Osteuropa mit einem Zukauf fortsetzen. Für gut drei Viertel des börsennotierten Flughafens der slowenischen Hauptstadt Ljubljana sollen 177,1 Millionen Euro an ein Konsortium unter Führung der slowenischen Staatsholding fließen, wie der MDax-Konzern am Freitag mitteilte. Fraport will im Zuge der Privatisierung den Flughafen ganz kaufen. (dpa)
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