12.04.2017 - 20:00 Uhr
Deutschland & Welt

Wirtschaftsprognose Forscher sehen stabilen Aufschwung, aber auch Risiken

Die Weltwirtschaft gewinnt an Fahrt, der globale Handel erholt sich. Davon profitiert auch Deutschland. Ökonomen sind grundsätzlich zuversichtlich. Dennoch ist die Unsicherheit hoch.

von Agentur DPAProfil

Berlin/Brüssel. Der Arbeitsmarkt brummt, der schwache Euro stützt die Exporte: Führende Wirtschaftsforschungsinstitute trauen der deutschen Wirtschaft ein etwas stärkeres Wachstum zu als zuletzt angenommen, wie aus der am Mittwoch in Berlin vorgelegten Gemeinschaftsprognose hervorgeht. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten für 2017 einen Anstieg des deutschen Bruttoinlandsproduktes von 1,5 Prozent, 2018 sollen es dann 1,8 Prozent sein. In ihrem Herbstgutachten waren die Ökonomen von geringeren Zuwächsen von 1,4 Prozent und 1,6 Prozent ausgegangen.

Getragen wird das Wachstum nach Einschätzung der Experten unter anderem von privaten Konsumausgaben, die voraussichtlich aber weniger stark zulegen. Der Export dürfte hingegen von der Erholung der Weltwirtschaft profitieren. Hinzu kommt der schwache Euro, der Produkte "Made in Germany" auf dem Weltmarkt billiger macht. Das kann die Nachfrage ankurbeln. Die Ökonomen rechnen auch damit, dass die Unternehmen ihre Zurückhaltung aufgeben und mehr investieren. Die Arbeitslosenquote dürfte nach Einschätzung der Institute weiter sinken, von 6,1 Prozent im vergangenen Jahr auf 5,7 Prozent in diesem und 5,4 Prozent im nächsten Jahr. Die Steigerung der Löhne sehen die Forscher in den nächsten Jahren bei durchschnittlich drei Prozent. Das gebe die Wirtschaft durchaus her, hieß es. Sorgen bereiten Ökonomen allerdings protektionistische Tendenzen rund um den Globus. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt gedroht, zum Schutz der heimischen Industrie Strafzölle einzuführen.

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