Zähe Verhandlungen bei der Post

Nach bundesweiten Warnstreiks haben die Deutsche Post und die Gewerkschaft Verdi am Donnerstag wieder über mehr Geld für die Mitarbeiter verhandelt. In der dritten Verhandlungsrunde in Neuss zeichnete sich zunächst keine Annäherung ab. Auch sieben Stunden nach Beginn der Gespräche lag nach Angaben eines Verdi-Sprechers bis zum Abend noch kein Angebot der Arbeitgeber auf dem Tisch.

Die Gewerkschaft fordert für die 132 000 Tarifbeschäftigten sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 140 Euro mehr im Monat. Außerdem soll die Postzulage für die rund 43 000 Beamten neu geregelt werden. Das Unternehmen hatte in den ersten beiden Runden kein Angebot vorgelegt. Post-Arbeitsdirektorin Angela Titzrath sagte vor Beginn der Verhandlungsunde, sie erwarte konstruktive Gespräche.

Das Briefgeschäft der Post ist rückläufig: 2012 verzeichnete das Unternehmen bei insgesamt 7,5 Milliarden zugestellten Briefen ein Minus von 3 Prozent. Den Gewinn des Konzerns erwirtschaftet unter anderem das erfolgreiche Paketgeschäft in Deutschland. Hinzu kommt die starke Position auf den Wachstumsmärkten in Asien.

Laut Post waren aufgrund der Warnstreiks mehr als neun Millionen Briefe verspätet ausgeliefert. Mittlerweile seien aber alle Sendungen zugestellt worden, sagte Titzrath.
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