16.02.2018 - 20:00 Uhr
Deutschland & Welt

Zehn Handlungsfelder für Politik und Wirtschaft Charta für Cybersicherheit unterzeichnet

Cyberattacken können massive Schäden anrichten und auch Menschenleben in Gefahr bringen. Anlässlich der Sicherheitskonferenz in München tun sich jetzt große Konzerne zusammen. Ihr Ziel: Die digitale Welt sicherer machen.

von Agentur DPAProfil

München. Mit gemeinsamen Regeln und Standards für mehr Cybersicherheit will die Industrie den digitalen Wandel vorantreiben. Auf Initiative des Elektrokonzerns Siemens haben sich deshalb neun Partner auf eine gemeinsame Charta verständigt, die am Freitagabend am Rande der Sicherheitskonferenz in München unterzeichnet werden sollte. Neben Siemens gehören dazu der Flugzeugbauer und Rüstungskonzern Airbus, der Versicherer Allianz, der Autohersteller Daimler, der Software-Riese IBM, der Halbleiterhersteller NXP, der Prüfkonzern SGS sowie die Deutsche Telekom. Auch die Sicherheitskonferenz selbst ist einer der Partner.

Die Charta umfasst zehn Handlungsfelder, in denen die Politik und Wirtschaft aus Sicht der Partner aktiv werden müssen - darunter eine Zertifizierung für kritische Infrastrukturen im Internet der Dinge. Im Fokus stehen dabei Technologien, bei denen es zu gefährlichen Situationen im Falle von Cyberangriffen kommen kann wie das autonome Fahren oder die Zusammenarbeit von Robotern mit Menschen in der Industrie. Mit der Charta soll erreicht werden, dass Sicherheits- und Datenschutzfunktionen schon "als Werkseinstellung" in neuen Technologien und Produkten enthalten sind, und dass die Cybersicherheit zum Bestandteil von Freihandelsabkommen wird. Cybersicherheit sei ein wesentlicher Bestandteil moderner Sicherheitspolitik, sagte Siemens-Chef Joe Kaeser zum Beginn der Sicherheitskonferenz. Denn Konflikte würden schon heute nicht mehr ausschließlich durch zwei sich gegenüberstehende Armeen ausgetragen, sondern häufig auch über virtuelle Attacken auf einzelne Institutionen, Unternehmen oder ganze Volkswirtschaften.

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