17.04.2018 - 15:36 Uhr
Deutschland & Welt

Zollbilanz 2017 Gefälschte Waren und Schwarzarbeit

Berlin. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) will stärker gegen gefälschte Waren im Online-Handel vorgehen. Das kündigte der Finanzminister am Dienstag bei der Vorstellung der Zollbilanz 2017 in Berlin an. Beim Online-Handel würden technische Möglichkeiten missbraucht, um Zölle oder die Umsatzsteuer nicht zu entrichten. Es sei die Aufgabe des Zolls, dies zu verhindern, und es sei die Aufgabe des Gesetzgebers zu schauen, ob es die nötigen Instrumente gebe. Ein zunehmendes Problem ist auch ist die Marken- und Produktpiraterie. 2017 stieg der Wert der beschlagnahmten gefälschten Waren um knapp 20 Millionen auf fast 200 Millionen Euro. Im Kampf gegen Schwarzarbeit in Deutschland hat der Zoll unterdessen die Anstrengungen erhöht. Arbeitgeber auf dem Bau, im Gastgewerbe und in anderen Branchen bekamen 2017 deutlich häufiger Besuch von Zollfahndern. Mehr als 52 000 Arbeitgeber wurden überprüft, knapp 12 000 mehr als im Vorjahr. Dem Fiskus entstand durch Schwarzarbeit ein Schaden von rund einer Milliarde Euro etwa durch entgangene Sozialabgaben - rund 150 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.

Finanzminister Olaf Scholz (links, SPD) sieht sich bei der Vorstellung der Jahresbilanz des Zolls für 2017 im Bundesfinanzministerium einige geschmuggelte Medikamenten an. Bild: Bernd von Jutrczenka/dpa
von Agentur DPAProfil
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