24.06.2021 - 01:39 Uhr
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61-Jährige wegen Taubenfütterns zu Bußgeld verurteilt

Eine Statue der Justitia mit einer Waage und einem Schwert in ihren Händen. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild
von Agentur DPAProfil

Würzburg (dpa/lby) - Weil sie trotz eines Verbots Tauben in Würzburg gefüttert hat, ist eine 61-Jährige zu einem Bußgeld verurteilt worden. Sie muss wegen zwei Fällen je 50 Euro Bußgeld zahlen, wie ein Sprecher des Amtsgerichts Würzburg am Donnerstag mitteilte. Die Frau wurde im September 2019 und Januar 2020 von Mitarbeitern des Ordnungsamtes erwischt, als sie Tauben am Würzburger Hauptbahnhof gefüttert hatte. Zwei Mal bekam sie einen Bußgeldbescheid in Höhe von 100 Euro. Da sie Einspruch einlegte, musste sie vor Gericht.

Um die Taubenpopulation einzudämmen, hat die Stadt Würzburg, wie auch viele andere bayerische Städte, das Füttern von verwilderten Stadttauben per Stadtverordnung verboten. Die Angeklagte kritisierte das Taubenmanagement der Stadt. Es gebe ihrer Ansicht nach zu wenig Taubenschläge. Tierschützer halten das Fütterungsverbot mit dem Grundgesetz und dem Tierschutzgedanken für unvereinbar, sofern die Tauben nicht in ausreichenden Behausungen versorgt und bestandsreguliert werden.

„Wenn die Tauben nicht gezwungen sind, selbst für ihre Nahrung zu sorgen, haben sie viel Zeit und Energie für das Brutgeschäft. Die Folge: Sie vermehren sich sehr stark“, heißt es seitens der Stadt Würzburg. „Durch den Anstieg der Taubenpopulation leiden die Tiere an Platzmangel und dieser verursacht massiven Stress unter den Tauben.“

© dpa-infocom, dpa:210623-99-115020/3

Taubenfütterungsverbot Stadt Würzburg

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