07.11.2018 - 16:10 Uhr
Deutschland & Welt

An Alkohol führt im Fernsehen kaum ein Weg vorbei

In vielen Sendungen im Fernsehen ist Alkohol zu sehen - oder es wird darüber gesprochen. Das zeigt eine neue Studie der Uni Würzburg. Die Bundesdrogenbeauftragte findet die Daten erschreckend.

In vielen Sendungen wird über Alkohol gesprochen, er ist zu sehen oder wird getrunken.

Berlin/Würzburg (dpa) - Alkohol ist aus dem deutschen Fernsehen kaum wegzudenken. Das zeigt eine neue Studie im Auftrag der Bundesdrogenbeauftragten Marlene Mortler (CSU) und des Gesundheitsministeriums.

So wird in vielen Sendungen über Alkohol gesprochen, er ist zu sehen oder wird getrunken. „Da Jugendliche immer noch in einem hohen Maß Fernsehinhalte rezipieren, ist folglich davon auszugehen, dass die Darstellung von Drogen und Süchten im Fernsehen einen negativen Sozialisierungseffekt auf Jugendliche haben kann“, heißt es in der Untersuchung von Wissenschaftlern der Universität Würzburg. Zuvor hatten die Zeitungen der Funke Mediengruppe über die Studie berichtet.

Die Wissenschaftler haben für die Studie „Die Darstellung von Drogen und Sucht im deutschen Fernsehen“ eine Woche lang das Programm der für deutsche Jugendliche acht wichtigsten deutschen Fernsehsender zwischen 13 und 22 Uhr ausgewertet. Danach ist Alkohol in 35,9 Prozent der Sendungen ein Gesprächsthema. In 61,7 Prozent aller Sendungen ist er in irgendeiner Form sichtbar - im Vordergrund oder im Hintergrund, etwa in einer Bar, in Flaschen oder in Gläsern. Insgesamt ist Alkohol dabei den Daten zufolge in den privaten Sendern stärker präsent als in den öffentlich-rechtlichen. Illegale Drogen sind dagegen selten Thema.

Getrunken wird Alkohol in 39,4 Prozent der Sendungen. Dabei stellten die Wissenschaftler allerdings fest, dass in vielen Sendungen zwar davon auszugehen sei, dass jemand Alkohol konsumiert, der Moment des Trinkens aber nicht gezeigt wird. Wenn es um Alkohol im Fernsehen geht, dann dreht es sich am häufigsten um Bier, gefolgt von Wein und Sekt.

„Die Studie zeigt in erschreckender Weise auf, welche Präsenz

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