08.08.2018 - 20:18 Uhr
AmbergDeutschland & Welt

Hastor steigt bei Grammer aus und verkauft an Jifeng

Hastor steigt beim Autozulieferer Grammer aus. Die Investmentgesellschaft Cascade hat das Angebot des chinesischen Autozulieferer Jifeng angenommen und „bis auf eine kleine Stückzahl“ sämtliche Aktien zum Kauf angeboten.

Das Logo der Grammer AG, aufgenommen vor der Konzernzentrale. Foto: Armin Weigel/Archiv
von Agentur DPAProfil

Das teilte Cascade am Mittwochabend mit. Der Investorenfamilie Hastor waren zuletzt gut 19 Prozent der Grammer-Aktien zugerechnet worden. Nach Grammer-Angaben vom Dienstag kam Jifeng zuletzt mit eigenen und zum Kauf eingereichten Grammer-Aktien auf einen Anteil von 46 Prozent.

Die Hastors hatten im Mai Jifengs Angebot von 60 Euro je Aktie als zu niedrig abgelehnt, den fairen Wert auf „mindestens 85 Euro“ taxiert und angekündigt, einen Ausbau ihrer Beteiligung zu prüfen, sich nun aber anders entschieden.

„Angesichts des bestehenden hohen Aktienanteils der chinesischen Unternehmensgruppe Ningbo Jifeng (...) ist es für Cascade auf absehbare Zeit nicht mehr möglich, die ursprünglichen strategischen Ziele zu erreichen“, heißt es in der Mitteilung. „Selbst wenn der Angebotspreis von 60 Euro aus unserer Sicht nicht das wirkliche Potenzial der Grammer AG widerspiegelt, gebietet es die kaufmännische Vernunft, nicht weiter an unserem Engagement bei Grammer festzuhalten.“

Grammer beschäftigt 15 000 Mitarbeiter, davon 2000 am Hauptsitz Amberg. Das Unternehmen stellt Mittelkonsolen und Kopfstützen für Autos sowie Sitze für Baumaschinen und Traktoren her. Eine Machtübernahme durch Hastor hatte Grammer vor einem Jahr mit Hilfe des damals neu eingestiegenen Aktionärs Jifeng abgewehrt.

Jifengs Übernahmeangebot für Grammer

Bekanntmachung zu den eingereichten Aktien

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Kommentare

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Dominik Wenz

Das gibt noch ein böses Erwachen für die Belegschaft. Natürlich nicht für die Manager die diese Übernahme ausgehandelt haben. Diese Leute haben dadurch jetzt schon ausgesorgt. Produktionsverlagerungen, Stellenabbau, Know-How-Verlagerung.

09.08.2018

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