Pegel sinken: Schifffahrt bedroht

Das trockene und heiße Wetter freut die daheimgebliebenen Urlauber, den Bäumen und der Donauschifffahrt schadet es dagegen. Ab einem bestimmten Wasserstand wird die Situation kritisch - wie in der Vils.

Der Pegel der Vils in Amber beträgt zum Teil nur noch 36 Zentimeter.
von Elisabeth Saller Kontakt Profil

(esa/dpa) Der Freistaat ächzt weiter unter der Hitzewelle. In Amberg lag der Wasserstand der Vils am Dienstag nur noch bei 36 Zentimeter, am Mittwoch waren es an der Messstelle Pfalzgrafenring 38 Zentimeter. Trotzdem ist die Abflussmenge noch nicht besorgniserregend. "Erst, wenn der Wasserstand weiter sinkt und die Temperatur steigt, wird es kritisch", erläutert Hans Weiß vom zuständigen Wasserwirtschaftsamt in Weiden. Ein Fischsterben in der Vils sei ihm noch nicht bekannt. Schlimmer ist die Situation des Almesbachs zwischen Theisseil und Weiden: Er ist inzwischen ausgetrocknet, genauso der Grubbach in Kirchenthumbach. Auch in den anderen Flüssen in der Region wie der Pfreimd oder der Waldnaab sinken die Pegel. Außerdem erwärmt sich das Wasser, in der Waldnaab starben deswegen schon Fische, meldet Dr. Stephan Behl, Leiter der technischen Gewässeraufsicht beim Wasserwirtschaftsamt. Zwischen Straubing und Vilshofen können Schiffer nicht mehr so viel Ladung wie unter normalen Wetterbedingungen transportieren. Denn dort betragen die Wasserstände derzeit nur noch zwischen 1,50 und 1,60 Meter, wie Paul Marcus Schäfer vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Regensburg erklärte. Der mittlere Wasserstand auf diesem Donauabschnitt liegt bei 2,50 Meter. Die Hoffnung ist nun, dass es in den kommenden Tagen regnet und wieder Wasser in die Donau fließt. Wenn nicht, wird es kritisch: Bei einem Wasserstand von 1,40 Meter komme die Schifffahrt praktisch zum Erliegen, sagte Schäfer. Wegen des niedrigen Pegels einiger Gewässer mahnt das Weidener Wasserwirtschaftsamt die Bewohner, Wasser zu sparen.

Auch Bäume leiden unter dem Wetter - manche haben schon gelbe Blätter. Im Hofgarten in Ansbach werden sie zurzeit gegossen, wie die staatliche Schlösserverwaltung mitteilte. Die Wasserspiele in der Eremitage Bayreuth wurden wegen der Trockenheit bis auf Weiteres ausgesetzt.

Der Grubbach in Kirchenthumbach ist ausgetrocknet.

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