06.07.2020 - 22:57 Uhr
Deutschland & Welt

Anleger machen Kasse - Dax im Minus

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa
von Agentur DPAProfil

Frankfurt/Main (dpa) - Wieder aufgeflammte Konjunktursorgen haben die Dax-Anleger zu Gewinnmitnahmen animiert.

Als Belastung hinzu kamen deutliche Kursverluste bei den Aktien von Bayer. Damit fiel der deutsche Leitindex bis zum Mittag um 1,44 Prozent auf 12.550,59 Punkte.

Das Börsenbarometer hatte nach dem Überschreiten von 12.500 Punkten in der vorigen Woche am Montag noch an seinen positiven Trend angeknüpft und war weiter in Richtung des bisherigen Hochs nach dem Corona-Crash von 12.913 Punkten von Anfang Juni gestiegen.

Treiber sind weiterhin die Geldschwemme der Notenbanken und die Hoffnung auf einen baldigen Durchbruch bei der Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Die möglichen Folgen der zuletzt wieder rasanten Virusausbreitung aber schwelen als Belastungsfaktoren weiter im Hintergrund.

Der MDax verlor 1,13 Prozent auf 26.755,15 Punkte. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 büßte 1,3 Prozent ein.

Ausgelöst wurden die jüngsten Konjunktursorgen durch tendenziell enttäuschende Daten zur deutschen Industrieproduktion. Diese hatte sich im Mai nicht so deutlich von dem scharfen Einbruch in der Corona-Krise erholt wie von Analysten erhofft.

Die Aktien des Agrarchemie- und Pharmakonzerns Bayer zählten mit einem Minus von knapp sechs Prozent zu den größten Verlierern im Dax. Am Dax-Ende fanden sich die sehr schwankungsanfälligen Anteilsscheine des nach einem Bilanzskandal ums Überleben kämpfenden Zahlungsdienstleisters Wirecard. Sie sackten um fast 13 Prozent ab. Angesichts der niedrigen Kursbasis fallen die prozentualen Kursschwankungen bei Wirecard mitunter heftig aus.

Im MDax bildeten die Anteilsscheine von Fraport mit einem Minus von fast vier Prozent das Schlusslicht.

© dpa-infocom, dpa:200706-99-687196/8

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