11.09.2018 - 11:30 Uhr
Deutschland & Welt

Appell der Vogelschützer: Ein Herz für Schwalben zeigen

Schwalben sitzen in ihrem Nest. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv

Hilpoltstein (dpa/lby) - Auch wenn die Schwalben jetzt in ihre Winterquartiere in Richtung Afrika ziehen, dürfen ihre Nester an den Häusern nicht entfernt werden. Darauf hat der Landesbund für Vogelschutz (LBV) am Dienstag in Hilpoltstein (Landkreis Roth) hingewiesen. Die Schwalbennester seien ganzjährig durch das Bundesnaturschutzgesetz geschützt.

Das Leben in den bayerischen Brutgebieten werde für die Rauch- und Mehlschwalben immer schwerer. Es mangele an Insekten als Nahrung und an Lehmpfützen als Material zum Nestbau. Gerade im vergangenen, sehr trockenen Sommer, sei vor allem die Mehlschwalbe auf Probleme bei der Pfützensuche gestoßen. Aber auch wenn das Nest dann gebaut wurde, sei noch nicht alles gut für die Vögel. „Mehlschwalbennester werden oft von den Fassaden abgeschlagen, weil eine Verschmutzung oder Beschädigung der Fassade befürchtet wird“, so LBV-Expertin Sylvia Weber.

Wenn diese im Zuge von Baumaßnahmen abgeschlagen werden müssten, braucht man laut LBV vorab eine Genehmigung der Höheren Naturschutzbehörde. Als Ersatz würden oft Kunstnester gefordert. Mit diesen könne man durch geschickte Platzierung auch die Fassadenbeschmutzung verhindern, genauso wie mit Kotbrettern. Man sollte die künstlichen Versionen aber alle paar Jahre reinigen, hieß es. Aktuell sammeln sich laut LBV die Rauch- und Mehlschwalben in ganz Bayern, bevor sie gen Afrika ziehen.

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