11.06.2018 - 08:28 Uhr
Deutschland & Welt

Augsburg feiert vor Welterbe-Entscheidung seine Wasserkunst

Mitte 2019 will Augsburg wegen seiner historischen Wasserwirtschaft das Prädikat Weltkulturerbe verliehen bekommen. Nun zeigt die Stadt schon einmal, warum sie den Titel aus ihrer Sicht verdient hat.

Wasser sprudelt in Augsburg aus dem Augustusbrunnen vor dem Perlachturm (l) und dem Rathaus (r). Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Archiv

Augsburg (dpa/lby) - Ein Jahr vor der Unesco-Entscheidung über den Augsburger Weltkulturerbeantrag präsentiert die Stadt die verschiedenen Facetten ihrer Wasserwirtschaft. So ist ab diesen Freitag im Maximilianmuseum die Ausstellung „Wasser Kunst Augsburg - Die Reichsstadt in ihrem Element“ zu sehen. Einen Tag später, am Samstag, findet die diesjährige lange Kunstnacht der schwäbischen Stadt ebenfalls mit einem Wasserschwerpunkt statt.

Unter dem Titel „Wasserbau und Wasserkraft, Trinkwasser und Brunnenkunst“ hat die Bundesrepublik Anfang des Jahres die Augsburger Bewerbung bei der Unesco eingereicht. Das Welterbekomitee wird voraussichtlich Mitte 2019 über diesen Antrag entscheiden.

Schon seit zwei Jahrtausenden wird die von den Römern gegründete Stadt über künstliche Leitungen mit Wasser versorgt. Im Mittelalter wurde Augsburg dann systematisch mit Lechkanälen erschlossen, später trugen Wasserkraftwerke zum Aufstieg der Stadt zu einem Industriezentrum bei. Um das Jahr 1600 schufen zudem bekannte Bildhauer wie der Niederländer Adriaen de Vries in Augsburg drei prunkvolle Brunnen und somit bedeutende Wasserkunstwerke.

In der bis 30. September geöffneten Ausstellung im Maximilianmuseum werden beispielsweise historische hydrotechnische Modelle gezeigt. Neu entdeckte Archivalien sowie seltene Kunstwerke von Leihgebern aus ganz Europa dokumentierten in der Schau die historische Wasserwirtschaft und Brunnenkunst Augsburgs, teilte das Museum mit.

Bei der „Langen Nacht des Wassers“ sind am Samstag dann an mehr als 50 Orten in der Stadt Konzerte, Theaterinszenierungen, Tanzaufführungen, Lesungen und Performances geplant. Nach dem Eröffnungskonzert mit Händels „Wassermusik“ wird es bis zum frühen Morgen rund 200 Veranstaltungen geben. Die Museen und historischen Gebäude der Stadt bleiben zudem bis Mitternacht geöffnet.

Ausstellung

Lange Kunstnacht

Welterbe-Bewerbung

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