04.02.2020 - 15:57 Uhr
BärnauDeutschland & Welt

„Pop-Cabaret“ mit einer Prise Groove

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Matze Wolf aus Bärnau ist musikalisch kein Unbekannter in der Region – vor allem als Mitglied des „Endow County Ukulele Orchestra“ ist er in bester Erinnerung geblieben. Jetzt geht er mit einer neuen Formation neue Wege.

Man darf gespannt sein, was die neue Formation „Widersacher aller Liedermacher“ um Matze Wolf (Mitte) am Schafferhof in Neuhaus präsentiert.
von Holger Stiegler (STG)Profil

Gemeinsam mit anderen Würzburger Musikstudenten hat sich Matze Wolf zur Combo „Widersacher aller Liedermacher“ zusammengetan, in der fränkischen Wahlheimat löste die eigensinnige Gruppe bereits Begeisterungsstürme aus, wodurch sie sich als Preisträger mehrerer Comedy-Slams und Songwriting-Contests hervortat. Am Samstag, 15. Februar (20 Uhr), kommt die Fünf-Mann-Band erstmals in die Oberpfalz und zeigt am „Schafferhof“ in Neuhaus ihr musikalisches Können. Die Kulturredaktion hat sich mit Matze Wolf unterhalten.

ONETZ: Die Frage liegt natürlich auf der Hand: Warum „Widersacher aller Liedermacher“? Was hat es damit auf sich?

Matze Wolf: Der Name ist von dem her Programm, dass sich in ihm schon das Spiel mit Worten und das Verdrehen von Sprache zeigt, die für unsere Texte und die ganze Show prägend sind. Wir sind nämlich nicht nur eine Gruppe ganz normaler Musiker, sondern vor allem ein Live-Erlebnis, das dem Publikum extravagante Unterhaltung auf allen möglichen Ebenen bietet – mit Gedichten, ungewöhnlichen Texten und einer ziemlich eigenen Rahmenshow. Deshalb sind wir eben keine Standard-Liedermachertruppe, sondern eben die „Widersacher aller Liedermacher“.

ONETZ: Beschreiben Sie doch mit eigenen Worten Ihre Musik?

Matze Wolf: Das ist eine schwierige Frage, denn ähnlich einer Zitrone lässt auch Musik sich nur schlecht mit Worten ausdrücken. Grundsätzlich würde ich das, was wir machen, als „Bavarian-Pop-Cabaret“ bezeichnen, also in den meisten Fällen bayerische Texte mit einer ordentlichen Prise Groove. Aber so verschieden die fünf Musiker in der Band sind, so verschieden sind auch die Einflüsse, die von Hip-Hop zur World-Music und von Klassik bis Jazz reichen. Unsere Musik eignet sich besonders zum Tanzen, Autofahren und Bügeln.

ONETZ: Man kennt Sie noch vom „Endow County Ukulele Orchestra“. Sind die „Widersacher“ nun ein kompletter Stilbruch oder einfach eine Erweiterung Ihres musikalischen Horizonts?

Matze Wolf: Da die Ukulelen lange ein Teil meines musikalischen Werdegangs waren, haben mich der Sound und das ganze Flair dieser alten Spaßbande nachhaltig geprägt. Unterbewusst orientiert sich meine Art Lieder zu schreiben bestimmt an den Songs, die wir damals tausende Male gedudelt haben. Die Zeit im Ukulelenorchester waren Lehrjahre in Sachen Bühnenpräsenz, musikalisch hat sich aber seither einiges getan, auch wenn der groovige Surfervibe noch immer durch die Luft schwirrt.

ONETZ: Der Schafferhof ist für Sie als Bärnauer fast ein „Heimspiel“. Nervös?

Matze Wolf: (in Harry-Potter-Manier) „Träum weiter, Malfoy!“ Ich freu mich in erster Linie darauf, endlich einmal wieder am Schafferhof zu spielen und den Leuten von daheim ein bisschen Musik zu kredenzen, die in die Oberpfalz passt, wie die Faust aufs Aug‘.

Info:

Service

Karten beim NT/AZ/SRZ-Ticketservice unter Telefon 0961/85-550, 09621/306-230 oder 09661/8729-0, www.nt-ticket.de und an der Abendkasse.

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