23.01.2020 - 08:44 Uhr
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Kritik an Wahlwerbung: JU-Ortsverband stoppt Plakatkampagne

Ein Po in einer Lederhose, zwei Hände drauf und dazu der Slogan „Jetzt pack ma's an!“: Die JU in Mettenheim (Oberbayern) hat für ihre Wahlwerbung heftige Kritik einstecken müssen. Nun entschuldigt sich der CSU-Nachwuchs.

Das Logo der Jungen Union ist zu sehen. Foto: Patrick Seeger/dpa/Archiv
von Agentur DPAProfil

Ein Po in einer Lederhose, zwei Hände drauf und dazu der Slogan „Jetzt pack ma's an!“: Wegen Kritik in sozialen Medien und dem Vorwurf der Frauenfeindlichkeit hat der CSU-Nachwuchs im oberbayerischen Mettenheim eine Plakatkampagne zur Kommunalwahl gestoppt. „Mit unserem Plakat wollten wir einen Eyecatcher erzeugen und uns von den üblichen Wahlplakaten abheben. Jedoch sind wir damit wohl über das Ziel hinausgeschossen“, erklärte die Junge Union (JU) Mettenheim (Landkreis Mühldorf am Inn) am Donnerstag.

„In keinster Weise wollten wir damit eine Grundsatzdebatte über Sexismus auslösen“, hieß es weiter. „Wir distanzieren uns von jeglicher Art von Frauenfeindlichkeit und wollten damit keinesfalls unter die Gürtellinie gehen. Deshalb haben wir vorsorglich diese Plakate entfernt.“

Auf Twitter hatte sich zuvor ein Foto des Plakats verbreitet. Nutzer kommentierten das Motiv unter anderem mit Aussagen wie „Wahlplakate from Hell: Frauenförderung bei der JU“ oder „Unterste Schublade“.

Der JU-Ortsverband hatte sich nach eigenen Angaben heuer bewusst dazu entschieden, zur Kommunalwahl im März mit einer eigenen Liste anzutreten. „Unser Wahlkampf steht unter dem Motto „Frischer Wind für Mettenheim“ und „Wir packen an“, da wir jungen, engagierten Mettenheimern die Möglichkeit bieten wollen, sich in der regionalen Kommunalpolitik einzubringen“, hieß es.

In Weiden sorgt ein linker Politiker mit Plakaten für Aufregung

Weiden in der Oberpfalz

JU Mettenheim bei Facebook

Diskussion über das Plakat bei Twitter

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