11.01.2021 - 19:29 Uhr
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Markus Söder bringt Impfpflicht ins Spiel

Ministerpräsident Markus Söder will vom deutschen Ethikrat Vorschläge einholen, ob und für wen eine Impfpflicht denkbar wäre. Hintergrund ist die hohe Zahl an Impfverweigerern unter Pflegekräften.

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender, vor der Presse. Foto: Michael Kappeler/dpa-pool/dpa
von Agentur DPAProfil

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat beklagt, es gebe „unter Pflegekräften in Alten- und Pflegeheimen eine zu hohe Impfverweigerung“. Der deutsche Ethikrat solle deshalb Vorschläge machen, „ob und für welche Gruppen eine Impfpflicht denkbar wäre“ sagte der CSU-Chef der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstag).

„Sich impfen zu lassen, sollte als Bürgerpflicht angesehen werden“, sagte Söder. Eine staatliche Kampagne zur Förderung der Impfbereitschaft, „an der sich Vorbilder aus Kunst, Sport und Politik beteiligen“, könne helfen.

Weil nicht genug Corona-Impfstoff da sei, forderte er außerdem eine „nationale Pharma-Allianz“, um die Produktion zu beschleunigen. Darüber müsse man mit den Pharmakonzernen reden. Wo nötig, müsse der Staat den Unternehmen einen Ausgleich zahlen. Die zusätzliche Impfstoffproduktion könnte ganz Europa zugutekommen. In Marburg soll Ende Februar ein neues Werk der Firma Biontech die Produktion aufnehmen. Die Pharma-Allianz könne noch zusätzliche Produktionsstätten schaffen.

Außerdem forderte Söder „dringend mehr Einrichtungen, in denen das mutierte Virus nachgewiesen werden kann“. Die wenigen Einrichtungen in Deutschland reichten nicht. In jedem Bundesland brauche es mehrere Nachweisstellen.

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