06.01.2020 - 15:26 Uhr
BayernDeutschland & Welt

Söder bedauert Rückzug des muslimischen CSU-Kandidaten

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sein ausdrückliches Bedauern über den Rückzug eines muslimischen CSU-Kandidaten für das Bürgermeisteramt im schwäbischen Wallenstein geäußert.

Sener Sahin, Unternehmer, lächelt entspannt. Foto: Privat/dpa/Archivbild
von Agentur DPAProfil

„Wer sich zu den Grundsätzen der CSU bekannt hat, der sollte auch ein guter Kandidat sein“, sagte der CSU-Vorsitzende am Montag am Rande der CSU-Klausurtagung im oberbayerischen Seeon.

Wer sich so engagiere, habe Respekt und Unterstützung verdient. Er habe CSU-Generalsekretär Markus Blume beauftragt, den Vorgang aufzuarbeiten. Nach Protesten der CSU-Basis hatte am Wochenende ein deutscher Unternehmer muslimischen Glaubens seine Kandidatur für das Bürgermeisteramt in Wallerstein zurückgezogen. Söder betonte: „Ich bedaure das.“

Der 44-jährige Sener Sahin hatte seinen Rückzug damit begründet, dass es bei Debatten immer wieder um seinen Glauben gegangen sei. Ein Muslim und die Christlich-Soziale Union passten nicht zusammen, hätten Parteimitglieder gesagt. In Bayern finden am 15. März Kommunalwahlen statt.

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