06.07.2018 - 09:08 Uhr
Deutschland & Welt

Biotonne in Bayern inzwischen fast flächendeckend im Einsatz

Bananenschalen werden in eine Biotonne geworfen. Foto: Armin Weigel/Archiv

Augsburg (dpa/lby) - Dreieinhalb Jahre nach der Einführung der gesetzlichen Pflicht zur Trennung von Bio- und Restmüll wird die Biotonne auch in Bayern nahezu flächendeckend angeboten. Das teilte ein Sprecher des Bayerischen Landesamtes für Umwelt in Augsburg mit. Bereits 2016 stellte das Landesamt demnach im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung der Abfallmenge aus der Biotonne um 3 Prozent fest. Das entspreche laut Statistik durchschnittlich 72 Kilogramm pro Einwohner mit direktem Zugang zu einer Biotonne, hieß es.

Seit Januar 2015 besteht die gesetzliche Pflicht zur Getrenntsammlung von Bio- und Restmüll aus Haushalten. Die Kommunen müssen demnach den Zugang der Bürger zu einer Biotonne gewährleisten - die Länder müssen die Einhaltung des Gesetzes überwachen.

In einigen Landkreisen Bayerns hapert es aber auch im Jahr 2018 noch an der Umsetzung: Der Landkreis Eichstätt etwa startete damit erst kurz nach dem Jahreswechsel. Altötting hat sich als einziger Landkreis in Bayern vollständig gegen die Biotonnen-Pflicht gestellt. Gegen einen Bescheid der Regierung von Oberbayern, der Altötting verpflichten sollte, den Biomüll extra zu erfassen, hatte der Landkreis im November 2017 geklagt. Eine Entscheidung steht noch aus.

Der Naturschutzbund Nabu kritisierte indes „verbraucherunfreundliche Bringsysteme“, wie es sie in Rosenheim und Mühldorf am Inn gebe. Hierbei müssen die Bürger ihre Abfälle selbst zu Sammelstellen bringen.

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