23.02.2021 - 18:24 Uhr
Deutschland & Welt

Blutverschmierter Mann mit Messer festgenommen

Handschellen hängen am Gürtel eines Justizbeamten. Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild
von Agentur DPAProfil

Ingolstadt (dpa/lby) - Erst nach einem Warnschuss in die Luft hat die Polizei einen blutverschmierten Mann mit einem Messer in der Hand in Ingolstadt festnehmen können. Der 25-Jährige kam nach dem Großeinsatz am Dienstag zunächst verletzt in ein Krankenhaus und wurde dann in einer Psychiatrie untergebracht, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord mitteilte. Der junge Mann habe sich im elterlichen Wohnhaus selbst erhebliche Schnittverletzungen am Hals zugefügt.

Die Hintergründe waren zunächst allerdings noch vollständig unklar; nach ersten Erkenntnissen waren zu keinem Zeitpunkt Unbeteiligte gefährdet. Die Beamten waren über den Polizeinotruf informiert worden, dass ein Mann mit Messer blutverschmiert im Stadtteil Mailing unterwegs sei. Nachdem ihn rasch zehn Streifenwagen verfolgten, kauerte sich der 25-Jährige letztlich auf der Terrasse eines Einfamilienhauses an die Hauswand.

„Es hat ihn nichts dazu bewegen können, dieses Messer wegzulegen“, schilderte ein Polizeisprecher. „Er hat auch nicht auf Pfefferspray reagiert, was sehr ungewöhnlich ist, aber durchaus mal vorkommt bei Menschen in psychischen Ausnahmesituationen.“ Erst die Kombination aus Verhandlungsgruppe, Spezialeinsatzkommando und Warnschuss habe den Ingolstädter bewegen können, sich helfen zu lassen.

© dpa-infocom, dpa:210223-99-561080/4

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