25.11.2021 - 09:28 Uhr
Deutschland & Welt

Dax auf Stabilisierungskurs

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa
von Agentur DPAProfil

Frankfurt/Main (dpa) - Nach zuletzt fünf schwachen Tagen wagt der Dax einen erneuten Stabilisierungsversuch.

Gegen Ende der ersten Handelsstunde legte das deutsche Kursbarometer 0,31 Prozent auf 15.927,86 Punkte zu. Auch der MDax rafft sich nach einer sogar sechstägigen Durststrecke wieder auf. Er stieg um 0,31 Prozent auf 34.934,26 Zähler.

Ob die Stabilisierung eine Wende bedeutet, darüber sind sich Experten aber nicht sicher. Neue Impulse aus den USA wird es nicht geben: Die US-Börsen bleiben wegen „Thanksgiving“ geschlossen. Da zu Wochenschluss am „Black Friday“ in New York auch nur verkürzt gehandelt wird, dürften viele US-Anleger dem Aktienmarkt für ein verlängertes Wochenende fern bleiben.

Nach der Einigung der Spitzen von SPD, Grünen und FDP auf einen Koalitionsvertrag stehe nun wohl der Umgang der neuen Regierung mit der vierten Pandemiewelle und der daraus resultierenden Notlage im Gesundheitssystem im Fokus, sagte Marktanalyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets. Die Inhalte des Vertrags, die noch die finale Zustimmung der Parteien benötigen, bewegten auch Einzelaktien.

Mit Blick auf die Ziele der Koalitionäre im Bereich der Erneuerbaren Energien waren - wie schon am Vortag - Aktien aus dem Energiesektor gefragt. RWE gehörten im Dax mit einem Anstieg um 2,8 Prozent zu den Spitzenwerten, ergänzt durch Eon mit plus 1,3 Prozent. Die Aktien von Nordex knüpften mit 5,7 Prozent Plus an ihren starken Vortag an. Der Hersteller von Windkraftanlagen hatte zudem einen Auftrag aus Peru für Anlagen mit einer Leistung von 177 Megawatt erhalten.

Bei Jenoptik erfreute das Ende der Hängepartie bei der Suche nach einem Käufer für das Militärtechnikgeschäft die Anleger. Sie profitierten mit einem Kurssprung um fast zehn Prozent vom Verkauf der Sparte Vincorion an einen Fonds des Finanzinvestors Star Capital Partnership.

Einen Rückschlag gibt es für die Fans von Borussia Dortmund und damit auch für die Anleger: Die Papiere des Fußballclubs sackten nach dem sicheren Aus in der Champions League um 2,6 Prozent ab. Damit versiegt eine besonders lukrative Geldquelle. Im Zuge der vierten Pandemie-Welle sind obendrein wieder „Geisterspiele“ zu befürchten.

© dpa-infocom, dpa:211125-99-136604/3

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