Meinung: Björn Höcke und die Totengräber Europas

Deutschland und die Welt
30.07.2023 - 17:23 Uhr
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Die AfD marschiert weiter stramm ins rechte Eck. Das macht der Parteitag in Magdeburg klar. Beunruhigend: Die wachsende Anhängerschaft stört das nicht, meint Frank Werner.

Björn Höcke, Fraktionsvorsitzender der AfD Thüringen, ,bei der AfD Europawahlversammlung in der Messe Magdeburg.

Die AfD macht keinen Hehl mehr daraus, was sie will. Sie will ein anderes Deutschland. Ein anderes Europa. Eine andere Welt. Auf dem Parteitag in Magdeburg wird das nicht mehr verklausuliert gesagt, sondern offen betont. Die Partei liegt in Umfragen bei über 20 Prozent. Bei diesem Höhenflug "wird man ja wohl noch sagen dürfen, was man so denkt". So reden sie, die Delegierten der AfD.

Da ist vor allem der gar nicht mehr heimliche Anführer Björn Höcke. "Die EU muss sterben, damit das wahre Europa leben kann." Das sagt der Mann, der ungestraft Nazi genannt werden darf. Und dann auch so spricht. Nur: Das stört in der AfD-Anhängerschaft kaum mehr jemand. Die Partei wächst ganz offenbar nicht trotz, sondern wegen dieser radikalen Töne. Kein deutsches Phänomen. Ob Frankreich, Italien oder Spanien: Rechtsextremisten haben überall in Europa Oberwasser. Was sind die europäischen Werte? Achtung der Menschenwürde. Freiheit. Gleichheit. Demokratie. Pluralismus. Solidarität. Toleranz. Rechtsstaatlichkeit. Gleichheit der Geschlechter. Religionsfreiheit. Das kleine Abc der EU. Und das soll sterben? Wer der AfD folgt, muss wissen, dass er zum Totengräber wird.

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