Meinung CDU-Parteitag: Keiner kann Merkel das Wasser reichen

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Die CDU wählt einen neuen Vorsitzenden, Ausgang offen. Auf dem Weg zur Kanzlerschaft muss er erstmal an Umfragekönig Markus Söder vorbei. Das wird nicht einfach, meint Frank Werner.

Online-Wahlparteitag
von Frank Werner Kontakt Profil
Kommentar

Es gab schon langweiligere CDU-Parteitage. Zum Beispiel als Angela "Mutti" Merkel unangefochten das Zepter in der Hand hielt. Jetzt wird ein Nachfolger für die glücklose Annegret Kramp-Karrenbauer gesucht. Schon mal schade, dass diesmal keine Frau ihren Hut in den Ring wirft. Überhaupt ist alles anders. Virtuell und wegweisend.

Es steht eine Richtungsentscheidung der mächtigsten Partei Deutschlands an. Versöhner Armin Laschet, Polarisierer Friedrich Merz, Pragmatiker Norbert Röttgen: Es stehen drei höchst unterschiedliche Typen zur Wahl. Merz würde im demokratischen Einheitsbrei für den meisten Pfeffer sorgen. Aber wären seine wirtschaftsliberalen Thesen auch gut für das Land? Die Spaltung der Gesellschaft ist schon zu groß, um sie mit Merz Spaten weiter aufzugraben. Bei Laschet wäre die Gefahr eines Stillstandes groß. Ein Wachrüttler ist der Westfale wirklich nicht. Und Röttgen? Der Außenseiter hat sich gemacht, er blickt über den Tellerrand hinaus. Ist er stark genug, um sich gegen die CDU-Klüngelei durchzusetzen? So durchsetzungsstark wie Merkel ist keiner aus dem Trio. Und auf dem Weg zur Kanzlerschaft lauert ja auch noch Markus Söder. Bisher kann ihm keiner der drei das Wasser reichen.

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Weiden in der Oberpfalz
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