Einreise aus Tschechien: Kontrollen von Schleierfahndern

Tschechien gilt seit Sonntag nicht mehr als Hochinzidenzgebiet. Trotzdem gibt es weiterhin Kontrollen, 81 Corona-Verstöße deckten die Schleierfahnder auf. Bei der Einreise gibt es weiterhin einiges zu beachten.

Schleierfahnder kontrollieren weiterhin stichprobenartig an der Grenze zu Tschechien.
von Kathrin Moch Kontakt Profil

Seit Sonntag, 2. Mai, gilt Tschechien nicht mehr als Hochinzidenzgebiet. Wie das Polizeipräsidium Oberpfalz mitteilte, kontrolliert die Oberpfälzer Polizei aber weiterhin die geltenden Einreisebestimmungen. Schleierfahnder sind im Einsatz.

Wegen stark gesunkener Corona-Infektionszahlen stufte die Bundesregierung Tschechien am Sonntag vom Hochinzidenz- zum Risikogebiet herab. Damit entfällt die generelle Pflicht, bei der Einreise ein negatives Testergebnis vorzuweisen. Nachdem bereits die stationären Grenzkontrollen zum 14. April 2021 eingestellt wurden, entfällt für tschechische Pendler nun auch die Pflicht, bei der Einreise regelmäßig Corona-Tests zu machen.

Kein Test mehr für Pendler

Von großer Bedeutung ist dies im Grenzgebiet insbesondere für die tschechischen Pendler, die in Bayern arbeiten. Diese müssen nun keinen negativen Corona-Test mehr vorweisen. Zuletzt mussten die Pendler alle zwei Tage solch einen Test machen. Befreit sind nun auch Personen, die Verwandte oder Lebenspartner in Deutschland besuchen und weniger als drei Tage bleiben. Auch für Einreisende, die beruflich bedingt grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter transportieren entfällt die Testpflicht. Zudem müssen die Speditionsmitarbeiter auch nicht mehr die sogenannte "digitale Einreiseanmeldung" nutzen.

Stichprobenartige Kontrollen

Reisende, für die keine Ausnahmeregel gilt, können sich künftig auch erst binnen zwei Tagen nach der Einreise testen lassen und den Testnachweis eigeninitiativ der Gesundheitsbehörde vorlegen. Bereits seit mehreren Wochen sind die Schleierfahnder der Grenzpolizeidienststellen des Polizeipräsidiums Oberpfalz im Einsatz gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Polizeivizepräsident Thomas Schöniger sagt dazu: „Durch verstärkte stichprobenartige Kontrollmaßnahmen, insbesondere von Reisenden aus Tschechien, wird die Einhaltung der derzeit geltenden pandemiebedingten Vorschriften auch weiterhin überwacht.“

81 Verstöße gegen Einreise-Verordnung

So wurden seit Wegfall der Grenzkontrollen über 2500 Personen durch Schleierfahnder der Grenzpolizeiinspektion Waidhaus und den Grenzpolizeigruppen Waldsassen und Furth im Wald kontrolliert. 81 Verstöße nach der Corona-Einreise-Verordnung brachten die Beamten zur Anzeige, 57 Meldungen erstellten sie an die Gesundheitsbehörden.

Detaillierte Informationen zu den aktuellen Vorschriften bei Einreisen aus Risiko-, Hochinzidenz- und Virusvarianten-Gebieten gibt es auf der Internetseite des Bundesministeriums für Gesundheit sowie dem Bayerischen Ministerium für Gesundheit und Pflege finden.

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