Faktencheck: Keine "Impftoten" in Norwegen nachgewiesen

Gibt es Impftote in Norwegen? Verbieten die Behörden das Impfen? Ein Bericht sorgt für Unruhe. Aber das stimmt so jedoch nicht.

Eine Meldung zu angeblichen Impftoten in Norwegen sorgte für Aufregung.
von Alexander Unger Kontakt Profil

In Norwegen sind 33 ältere Menschen gestorben nachdem sie gegen Covid-19 geimpft wurden. Berichte haben die Zahlen aus dem Zusammenhang gerissen. Es entstand die Behauptung, die Menschen seien direkt durch die Impfung gestorben. User sprechen von „Impftoten“ und spekulieren, dass Norwegen die Impfung gegen Covid-19 verbieten würde. Das stimmt so jedoch nicht.

Laut den norwegischen Gesundheitsbehörden fanden sich bisher bei den Verstorbenen keine Beweise für einen direkten Zusammenhang zwischen den Todesfällen und der COVID-Impfung. Zum jetzigen Zeitpunkt verstarben 33 Menschen im Alter von 75 Jahren und älter nach Erhalt der Impfung, so die neuesten Zahlen der Behörde. Alle Personen waren bereits schwer erkrankt. Dass es sich bei den 33 Verstorbenen um "Impftote" handelt, ist also wissenschaftlich derzeit nicht belegt; sie so zu bezeichnen, ist deswegen irreführend.

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Englische Fassung des Berichts aus Norwegen (PDF)

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