Kommentar zur Pandemie: Das Gute im Schlechten

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Vieles läuft und lief schief in der Pandemiebekämpfung von Bund und Ländern. Und doch ist es eine gute Nachricht, dass die Impfkampagne endlich Tempo aufnimmt, meint Redakteur Julian Seiferth

Große Hoffnungen ruhen in der Pandemiebekämpfung auf Impfungen. Diese könnten noch zur Erfolgsgeschichte werden.
von Julian Seiferth Kontakt Profil
Kommentar

Die Impfkampagne war besonders zu Beginn verschlafen, die Maßnahmen gleichzeitig zu hart und zu lasch, Bundespolitiker und Landesfürsten widersprechen einander zuverlässig. Während in Weiden fast alles zu hat, tummeln sich in Sachsen-Anhalts Zoos Menschenmassen ohne Abstand. So weit, so schlecht.

Und doch, Deutschland im April 2021 hat seine guten Nachrichten. Die Impfquote in der Oberpfalz gehört dazu: Natürlich ist auch sie im Vergleich lächerlich niedrig. Ein Blick nach Israel, aber auch auf die Öffnungen im Vereinigten Königreich ist auch hier erstmal deprimierend. Aber immerhin kommt in die Impfkampagne endlich Tempo, Impfaktionen wie beispielsweise in Tirschenreuth zeigen, wie es gehen kann.

Es wird aufwärts gehen - die Frage ist nicht, ob, sondern wann. Und das ist der Vorwurf, den sich Berlin und München gefallen lassen müssen: Deutschland wird im Vergleich zu anderen Industrienationen viel zu lange gebraucht haben, um die Pandemie in den Griff zu bekommen. Wenn es dann soweit ist, kann auch eine verspätete Impfkampagne noch als Erfolgsmeldung herhalten.

Corona-Impfungen in der Oberpfalz: Endspurt mit Astrazeneca

Tirschenreuth
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