Meinung: Hubert Aiwanger und das Bauchweh beim Piks

Hubert Aiwanger hat es doch getan, er hat sich gegen Corona impfen lassen. Er wird sich erklären müssen, warum erst jetzt, meint Frank Werner.

Hubert Aiwanger hat sich gegen Corona impfen lassen.
von Frank Werner Kontakt Profil
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Spott ist Hubert Aiwanger gewohnt. Von vielen wegen seiner rustikalen Art und Sprache als "Oiwanger" verhöhnt zu werden - geschenkt. Als "Bauer aus Niederbayern" abgestempelt zu sein - na und? Aber bei seiner jüngsten Paraderolle als Impfverweigerer ist vielen Kritikern tatsächlich das Lachen vergangen. Ein stellvertretender Ministerpräsident, der die Politik der Staatsregierung torpediert, das ist untragbar. Aber besser: war untragbar.

Nun die Kehrtwende. Der Chef der Freien Wähler war so frei, sich doch impfen zu lassen. Was ihn zum Meinungsumschwung bewegt hat, das lässt Aiwanger offen. Späte Einsicht oder doch eher der Druck aus den eigenen Reihen? Fakt ist, dass er einen Scherbenhaufen hinterlassen hat. Alle "Querdenker", die Aiwanger als Held des Widerstandes gefeiert haben, werden ihn nun als Opfer eines Systems voller Repressalien sehen.

Der Blick in die Krankenhäuser zeigt: Aiwangers Piks kommt eigentlich viel zu spät. Dass eine massive Erhöhung der Impfquote der einzige Weg in bessere Zeiten ist, haben immer noch nicht alle verstanden. Ob Aiwanger es kapiert hat, bleibt offen. Er wird sich äußern müssen.

Hubert Aiwanger hat sich impfen lassen

München
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