Meinung: Klaus Kinski und die Pandemie

Noch nie wurde soviel und heftig geschimpft wie in der Pandemie – gefühlt jedenfalls, meint Frank Werner. Und fragt, was Klaus Kinski wohl heute dazu sagen würde.

Eine Szene mit Klaus Kinski aus dem Film "Jesus Christus Erlöser"
von Frank Werner Kontakt Profil
Kommentar

Mal ganz ehrlich: Corona hat die Schimpf-Kultur auf eine neue Ebene gebracht. Diese beschissene Pandemie. Hilfe, ein Fäkal-Begriff! Wo bleibt die Seriosität? Aber das Wort "beschissen" ist viel zu milde für das, was sich in den letzten Monaten zugetragen hat. Krankheit, Leid, Einsamkeit, Spaltung. Kein Wunder, dass die Pöbeleien massiv zugenommen haben, nicht nur in den Sozialen Medien. Querdenker und Co. geifern gegen fast alles, Geimpfte und Ungeimpfte stehen sich unversöhnlich gegenüber, der Krieg der Worte tobt mehr als die Schlacht der Argumente.

Was würde der Ober-Stänkerer Klaus Kinski heute wohl dazu sagen? Für den größten Choleriker unter den Schauspielern wäre die Dünnhäutigkeit der Gesellschaft ein wunderbares Podium für seine Ausfälle. Dieser Kinski, der posthum in ganz anderem Licht dasteht. Als ein Mann, der seine Töchter missbraucht hat. Über den selbst jedes Schimpfwort zu milde wäre. Seine oft belächelten Pöbeleien sind für immer verstummt - in Erinnerung bleibt ein verstörender Psychopath.

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