Kommentar zu Corona: Was geht - und was nicht

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Der Ruf nach härteren Strafen bei Corona-Verstößen wird nach dem Garmisch-Schock lauter. Mit Geldbußen allein ist dem Problem nicht beikommen, meint Frank Werner.

Polizisten haben auf der Theresienwiese in München bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen einen Kreis gebildet.
von Frank Werner Kontakt Profil
Kommentar

Der Egoismus einer jungen Amerikanerin im Alpenort Garmisch-Partenkirchen ist der Gipfel. Party statt Vernunft mit verheerenden Folgen. Erinnerungen an Ischgl werden wach, wo die ganze Corona-Katastrophe auch für Bayern ihren Lauf nahm. Aber seien wir ehrlich: So richtig überraschend kommt die Infektionswelle von Garmisch nicht. Wer abends durch die Innenstädte auch in unserer Region spaziert, der könnte meinen, der Corona-Käse wäre schon gegessen. Innenminister Joachim Herrmann ruft bereits nach härteren Strafen gegen die Superspreader. Ob das eine super Lösung ist? In Bayern kann bei Verstößen gegen Quarantäne-Auflagen derzeit ein Bußgeld von 2000 Euro verhängt werden. Offenbar viel zu wenig. Aber mit finanziellen Sanktionen allein ist das Hirn der Party-People nicht einzuschalten. In München hielt sich der Großteil der Corona-Demonstranten offenbar auch nicht an die Maskenpflicht. Die Polizei handelte mit Augenmaß, auf der riesigen Theresienwiese wurde wenigstens erfolgreich auf Einhaltung des Mindestabstands gedrungen. Unweit auf dem Viktualienmarkt ging es da schon deutlich dichter zu. Das Recht auf Versammlungsfreiheit gilt es zu verteidigen. Ein Recht auf Rücksichtslosigkeit gibt es dagegen nicht.

Corona-Ausbruch in Garmisch

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