Kommentar: Was Corona-Kritiker nicht machen dürfen

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Laut Verfassungsschutz geben bei vielen Corona-Kundgebungen Rechtsextremisten den Ton an. Der Protest der Demonstranten gegen die Neonazis bleibt viel zu oft aus, meint Frank Werner.

Teilnehmer einer Kundgebung gegen die Corona-Maßnahmen stehen am 30. August vor dem Reichstag in Berlin, ein Teilnehmer hält eine Reichsflagge.
von Frank Werner Kontakt Profil
Kommentar

Eines ist klar: Die Demokratie wird die Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen und die Einschränkungen der Freiheitsrechte aushalten. In Deutschland darf jeder seine Meinung kundtun, auch wenn der Inhalt manchmal nur sehr schwer zu ertragen ist. So wie vor einer Woche in Berlin. Das Virus ist tatsächlich eine demokratische Zumutung. Das hat Kanzlerin Angela Merkel mehrfach betont. Kein Mensch wird dem Wunsch nach einer Rückkehr zur Normalität widersprechen. Jeder darf die Verhältnismäßigkeit der Einschränkungen anzweifeln oder die Gefährlichkeit von Corona überhaupt infrage stellen. Alles erlaubt. Aber es gibt es ein klares No-Go: Gemeinsame Sache mit Rechtsextremisten zu machen. Bis heute fehlt eine klare Distanzierung bei den allermeisten Anti-Corona-Demos. Das Zusammenspiel mit den Neonazis wird geleugnet, oder es wird zumindest weggesehen. Solange dies geschieht, ist eine sachliche Diskussion nicht möglich. Erst muss das braune Virus gestoppt werden.

Warnung der Polizeigewerkschaft vor Neonazis

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