Kommentar: Trotz Söders "Vertrauen" - Huml wird im Grunde entmachtet

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Gesundheitsministerin Melanie Huml ist nach der Testpanne extrem angezählt. Ministerpräsident Söder vertraut ihr, sagt er - und tut dann doch das Gegenteil. Vielleicht hat er von Kanzlerin Merkel gelernt. Ein Kommentar von Julian Trager.

Noch hat Ministerpräsident Markus Söder seine Gesundheitsministerin Melanie Huml (beide CSU) vor die Tür gesetzt.
von Julian Trager Kontakt Profil
Kommentar

Wenn die Polizei zur Hilfe kommt, ist die Lage ernst. Das bayerische Gesundheitsministerium bekommt jetzt Unterstützung von Marcus da Gloria Martins, dem Chefsprecher des Münchener Polizeipräsidiums. Der hat kennt sich mit Krisen und Katastrophen aus. Und das öffentliche Bild, das das Ministerium mit Melanie Huml an der Spitze in letzter Zeit abgibt, ist, nun ja, fast schon: katastrophal. Stichwort Testpanne.

Der Polizeisprecher ist nicht die einzige Hilfe. Ministerpräsident Markus Söder krempelt gerade das Gesundheitsministerium um, unter anderem mit einem neuen Staatssekretär. Dazu ist Staatskanzleichef Florian Herrmann jetzt der "Corona-Koordinator", das Innenministerium kümmert sich nun um die kommunalen Testzentren.

Söder hat Huml, die bei öffentlichen Auftritten eine schlechte Figur macht, nach der Panne sein Vertrauen ausgesprochen - aber im Grunde hat er sie entmachtet. Warum er trotz der Veränderungen an der Ministerin festhält, ist unklar. Aber vielleicht macht er es wie Kanzlerin Angela Merkel: Viele ihrer Minister hatten bereits ihr "volles Vertrauen" - um kurz darauf den Job zu verlieren.

Huml wusste schon früher von Corona-Testpanne

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