Lockdown verlängert, Friseure dürfen früher öffnen

Der Lockdown in Deutschland wird erneut verlängert. Das haben Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Bundesländer beschlossen. Ausnahmen gibt es für Schulen, Kitas und Friseure.

Ein Schild mit der Aufschrift "closed" (geschlossen) hängt an der Tür eines Gastronomiebetriebes.
von Eva-Maria Hinterberger Kontakt Profil

Deutschland muss weiter durchhalten. In einer Pressekonferenz nach den Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer gab Bundeskanzlerin Angela Merkel bekannt, dass der aktuell noch bis 14. Februar geltende Lockdown erneut verlängert wird - bis zum 7. März. Merkel betonte aber auch, dass die Entwicklung der Infektionszahlen in die richtige Richtung geht: „Wir haben heute eine Inzidenz von 68 Infektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche“, erklärte die Bundeskanzlerin. Am 25. Januar habe die Inzidenz noch bei 111 gelegen. Dies zeige, dass die immer wieder angesprochene und angepeilte 7-Tage-Inzidenz von 50 in Sichtweite sei.

Kontaktbeschränkungen bleiben

Merkel bedankte sich bei den Bürgerinnen und Bürgern für die Akzeptanz der getroffenen Maßnahmen und betonte, dass die Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich - nicht nötige Besuche und Reisen sollen unterlassen werden - sowie die Aufforderung zum Arbeiten im Homeoffice weiterhin bestehen bleiben.

Grund dafür sei die britische Mutation des Coronavirus. Experten gehen davon aus, dass die Zeitspanne von jetzt bis Mitte März existenziell sei, um die Verbreitung dieser - um ein vielfaches ansteckenderen - Version des Virus einzudämmen.

Schulen sind Ländersache

Frühere Lockerungen könnte es aber für Schulen und Kitas geben. Nachdem bereits jetzt in vielen Regionen die Abiturienten im Wechselunterricht in die Schulen zurückgekehrt sind, soll es künftig im Ermessen der einzelnen Länder liegen, wann welche Kinder in Schulen und Betreuungseinrichtungen zurückkehren. „Da ist es ganz einfach nicht möglich, dass ich als Bundeskanzlerin mich so durchsetzen kann, als hätte ich da ein Vetorecht“, betonte Merkel. Sie habe in Sachen Schulen und Kitas eine andere Ansicht gehabt, aber Schulen und Kitas seien Ländersache. Zudem sollen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern nun prüfen, ob es die Möglichkeit gibt, Grundschullehrern und Erziehern früher ein Impfangebot zu machen, als sie es nach dem eigentlich aktuell geltenden Impf-Stufenplan bekommen würden.

Friseure ab dem 1. März

Eine weitere Ausnahme gibt es für Friseure. Sie sollen deutschlandweit ab 1. März unter strikten Hygienemaßnahmen wieder öffnen dürfen. Dieser Termin werde deswegen angepeilt, weil davon ausgegangen wird, dass zu diesem Zeitpunkt in Deutschland eine Inzidenz von unter 50 erreicht wird.

Aus heutiger Perspektive könne der nächste Schritt dann, sagte Merkel, bei einer konstanten Inzidenz von höchstens 35 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in einer Woche erfolgen. Dabei soll es sich um die Öffnung des Einzelhandels mit einem Kunden pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche erlauben. Ebenso die Öffnung von Museen und Galerien und körpernahen Dienstleistungsbetrieben.

In weiteren Schritten sollen dann die Bereiche Kontaktbeschränkungen, Kultur, Sport, Gastronomie und Hotels folgen.

Mit Blick auf diese weiteren Schritte betonte die Bundeskanzlerin, es sei wichtig Wellenbewegungen zu vermeiden: Kein "Rauf und runter und auf und zu". Ihr sei aber auch klar, dass es wichtig sei, Perspektiven zu geben.

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