Meinung zu Nachhaltigkeit in Firmen: Oft leider nur Marketing

Nachhaltigkeit wird für Unternehmen immer wichtiger. Oft ist es aber nur Marketing, Stichwort: "Greenwashing". Umso schöner, dass es in der Oberpfalz Firmen gibt, die das Thema wirklich aufgreifen. Ein Kommentar von Julian Trager.

Grüne oder so weit wie möglich grüne Fabriken werden von den Kunden heutzutage erwartet.
von Julian Trager Kontakt Profil
Kommentar

Markus Söder macht es ganz toll vor. Der bayerische Ministerpräsident, der CSU-Chef, der Ober-Schwarze wird angesichts des immer stärker spürbar werdenden Klimawandels immer grüner. Er umarmt Bäume, lässt sich mit seinem Hund in der Natur fotografieren – und spricht ständig davon, wie wichtig ihm der Klimaschutz in seinem geliebten Bayern ist. Nur leider kommt dann meistens wenig dabei raus. Seine Partei bremst etwa seit Jahren die Windkraft im Freistaat aus. Söder ist ein Meister im Selbstmarketing. Und damit offenbar ein gutes Vorbild für viele Unternehmen.

Für die wird das Thema Nachhaltigkeit immer wichtiger, die Kunden erwarten Umweltbewusstsein von den Firmen. Also werden die Unternehmen auch immer grüner, zumindest erzählen sie es. Vor allem die Geschichte der zur CO2-Kompensation gepflanzten Bäume irgendwo am anderen Ende der Welt entpuppte sich schon viel zu oft als Lüge. Nachhaltigkeit ist da dann nicht mehr als ein Marketing-Gag. Man spricht dabei von "Greenwashing".

Umso schöner, wenn es Unternehmen in der Nordoberpfalz gibt, die das Thema wirklich aufgreifen und vieles versuchen, um klimafreundlicher zu werden. Natürlich, dort wo produziert wird, wird auch Energie verbraucht – aber die vielen kleinen Schritte, die etwa die Witt-Gruppe oder Godelmann schon gegangen sind, sind ein guter Anfang. Und wären ein wirklich gutes Vorbild.

Bayreuth
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