Meinung Merkels Wunsch geht in Erfüllung

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Wird der Versöhner auch Kanzlerkandidat der Union? Für Armin Laschet spricht viel – vor allem seine größte Unterstützerin, meint Frank Werner.

Arminius Laschet auf dem Schilde.
von Frank Werner Kontakt Profil
Kommentar

Da war er wieder, der Versöhner Armin Laschet. Seine Rede auf dem CDU-Parteitag hat das Herz der Partei erreicht. Alle mit ins Boot, ab durch die Mitte, keine Experimente - das war fast schon wie bei Kanzler-Legende Konrad Adenauer.

Und in der Tat will der Großteil der Bevölkerung - nicht nur die CDU-Anhänger - in Krisenzeiten keine wilden Veränderungen. Die Menschen lechzen nach Stabilität. Angela Merkel besetzt in den Umfragen nicht umsonst seit Ewigkeiten den Spitzenplatz. Mit Laschet haben die Delegierten Kontinuität gewählt. Das mag nicht besonders spannend sein. Aber Vertrauen ist das größte Pfund in der Politik.

Für Friedrich Merz war nicht nur die Niederlage in der Stichwahl eine Schlappe. Sein Vorstoß, das Amt des Wirtschaftsministers übernehmen zu wollen, belegt, dass es ihm nur um sein eigenes Süppchen geht. Ein peinliches Gebaren, mit dem er Laschet sofort in Schwierigkeiten bringt. Und sich selbst weiter ins Abseits befördert. Denn Angela Merkel wird einen Teufel tun, im Wahljahr eine Kabinettsdiskussion anzufangen.

Und apropos peinlich. Auch Jens Spahn hat sich mit seinem Werbebeitrag für Laschet selbst demontiert. Was hat den Gesundheitsminister da geritten? Für höhere Aufgaben scheint der kurzzeitige Überflieger der Union bei derart wenig Fingerspitzengefühl nicht geeignet.

Und wer macht nun den Kanzlerkandidaten der Union? Für Markus Söder dürfte Laschet nicht der Wunschkandidat gewesen sein. Angela Merkel wird im Hintergrund alle Hebel in Bewegung setzen, dass ihr Wunschkandidat als CDU-Vorsitzender nun auch die höchsten Weihen bekommt. Und was die Kanzlerin will, wird in der Union gemacht.

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Weiden in der Oberpfalz
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