Meinung: Pandemie und Politik: Wo Kinder auf der Strecke bleiben

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Lasse ich mein Kind gegen Corona impfen? Für die Eltern eine höchst sensible Frage. Dabei ist das Thema nur eine Baustelle in einer kindgerechten Pandemiepolitik, meint Frank Werner.

Prügelknabe.
von Frank Werner Kontakt Profil
Kommentar

Ach, es wäre einfach zu schön: Eltern können bedenkenlos zustimmen, dass ihre Kinder gegen Covid-19 geimpft werden. Ein Piks und die Tochter oder Sohn bekommen ein großes Stück Freiheit und Sicherheit zurück. Wie es so viele der Erwachsenen jetzt erfahren.

Doch so einfach läuft es nicht in dieser zermürbenden Pandemie. Es gibt keine sichere Faktenlage über Folgen der Impfungen von Kindern. So lange die Ständige Impfkommission Zweifel hat, ist Zurückhaltung geboten. Den Experten ist mehr zu vertrauen als fachfremden Politikern.

Richtig schwierig wird es, wenn das Gremium nur eine Empfehlung für Jugendliche mit chronischen Erkrankungen aussprechen würde. Die Verantwortung wäre dann an die Eltern und die Ärzte abgeschoben. Wer möchte das entscheiden? Vertrauen und Geduld sind die wichtigsten Ratgeber in der Krise. Mit vorschnellen Festlegungen ist niemandem geholfen.

Die Kinder sind die großen Verlierer in der Pandemie. Die Impfdiskussion ist da nur eine Baustelle. Eine Pandemiepolitik nach ihren Bedürfnissen ist nicht in Sicht.

Impfdosen und Weiden und Neustadt/WN

Weiden in der Oberpfalz
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