Meinung: Panik im Wahlkampf: Rette sich, wer kann

Die Umfragen lösen bei der Union zunehmend Panik aus. Die Suche nach Schuldigen für eine mögliche Wahlniederlage ist längst im Gange, meint Frank Werner.

Armin Laschet (rechts) und Markus Söder.
von Frank Werner Kontakt Profil
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Noch gut vier Wochen bis zur Bundestagswahl, und die Nerven liegen zunehmend blank. Markus Söder bereitet sich offenbar schon mal auf eine Pleite der Union vor. "Die Verantwortung für die Umfragen liegt nicht in Bayern", sagt der CSU-Vorsitzende. Motto: Rette sich, wer kann! Er hat den Schwarzen Peter Armin Laschet längst zugeschoben, der glücklos durch den Wahlkampf stolpert.

Es sind schon verrückte Wochen in Berlin. Da hat sich Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock selbst zerlegt, atemberaubend schnell wurde sie vom Shootingstar zum Rohrkrepierer. Nur mit Mühe kommt sie langsam wieder auf die Beine. Und für Unions-Hoffnungsträger Laschet ist nach einem Lachanfall Schluss mit lustig. Dann also noch Olaf Scholz. Mit dem Hanseaten erlebt die SPD einen Aufschwung, den die Partei wohl selbst kaum glauben kann. Der Finanzminister ist für viele Wähler offenbar das, was sich die Mehrheit wünscht: eine Fortsetzung des Typus Angela Merkel. Nur halt als Mann und in einer anderen Partei ...

In diesem bizarren Wahlkampf fehlt die Lichtgestalt. Die Union und allen voran Markus Söder haben sich jedenfalls ordentlich verschätzt, als die Grünen als Hauptkonkurrent ausgerufen wurden. Die lachende Dritte könnte tatsächlich die SPD sein mit einem Kanzler Scholz - mit welchen Koalitionspartnern auch immer.

Mehrheit für Söder statt Laschet

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