Die Regierung muss jetzt auf die Corona-Bremse treten

Bayern steuert mit Karacho auf die rote Krankenhaus-Ampel zu, die Regierung ist aber nur alarmiert. Das ist zu wenig. Auch beim Impfen müsste die Politik mehr machen. Ein Kommentar von unserem Landtags-Korrespondenten Jürgen Umlauft.

Wären in Bayern alle geimpft, die das könnten, lägen nicht 352 Corona-Patienten auf den Intensivstationen, sondern nur rund 30. Welches Geschenk wäre das für die Pflegekräfte dort, meint unser Autor.
von Jürgen UmlauftProfil
Kommentar

Die Staatsregierung ist wegen der aktuellen Corona-Entwicklung alarmiert. Mehr aber auch nicht. Und das ist irgendwie nicht beruhigend. Denn es geht in Bayern gerade mit Karacho auf die rote "Krankenhaus-Ampel" zu. Vorausschauend zu fahren, hieße deshalb, schon jetzt auf die Bremse zu treten und nicht erst kurz davor in die Eisen zu steigen. Autofahrer lernen das in der Fahrschule, die Politik sollte es aus den ersten drei Corona-Wellen wissen.

Nur eines steht fest: Es wird keinen Lockdown für Ungeimpfte geben. Ein solcher entspräche zwar der Logik des aktuellen Infektionsgeschehens, er ist aber kaum praktikabel und wahrscheinlich noch weniger zielführend. Machbar wären dagegen endlich konsequente 3G-Kontrollen. Und noch viel besser neuer Schwung beim Impfen. Denn wären alle Bayern geimpft, die das könnten, lägen nicht - bei stark steigender Tendenz - 352 Corona-Patienten auf den Intensivstationen, sondern nur rund 30. Welches Geschenk wäre das für die Pflegekräfte dort!

Impfen - ja oder nein? Die Antwort auf diese Frage ist also mehr als eine reine Privatsache. Auch das könnte die Politik durchaus offensiver kommunizieren.

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