10.07.2020 - 21:32 Uhr
Deutschland & Welt

Domstufen-OpenAir - Orchester unter Klarsichtkuppel

Trotz Corona-Auflagen kann das Erfurter Domstufen-OpenAir über die Bühne gehen. Doch es ist vieles anders als sonst.

Vor der Kulisse des Erfurter Mariendoms und der Severikirche beginnt das Festival unter dem Motto „Wir sind da!“. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa
von Agentur DPAProfil

Erfurt (dpa) - Vor den Erfurter Domstufen-OpenAirs hatten vor allem Techniker alle Hände voll zu tun. Um eine der größten Kulturveranstaltungen Thüringens diesen Sommer mit Blick auf die Corona-Auflagen zu gestalten, wurde etwa eine große Klarsichtkuppel errichtet.

Darunter werden die Orchestermusiker mit Abstand und durch Acrylscheiben getrennt sitzen, erklärte der Technische Direktor des Theaters, Christian Stark. „Wir haben ein ausgefeiltes System entwickelt, wann welche Musiker zu ihren Plätzen gehen“, so Stark. Die dieses Jahr als OpenAir betitelten Festspiele beginnen am Freitag und gehen bis zum 2. August.

Üppige Soundchecks vor Beginn der Vorstellungen werde es aber nicht geben. „Es kommt kein Festspiel-Charakter auf, alles ist sehr spartanisch.“ Die Tontechnik ermögliche dennoch, dass die Musiker auch unter diesen Umständen das gemeinsame Spiel wieder genießen könnten. Die ursprünglich geplante Aufführung der gesamten Oper „Nabucco“ wurde vom Programm gestrichen. Stattdessen werden Programme mit Stücken aus verschiedenen Opern und Musicals geboten.

Zudem wurde die Zahl der Publikumsplätze drastisch reduziert: Pro Vorstellung dürfen des Abstands wegen 500 Gäste kommen. Bei den normalen Festspielen finden rund 2000 Besucher Platz auf den Rängen vor der imposanten Kulisse der Domstufen.

© dpa-infocom, dpa:200710-99-741786/2

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