30.06.2020 - 00:48 Uhr
Deutschland & Welt

Gemeinderat berät über Folgen von Wirecard-Insolvenzantrag

Der Schriftzug von Wirecard an der Firmenzentrale des Zahlungsdienstleisters in Aschheim. Foto: Sven Hoppe/dpa
von Agentur DPAProfil

Aschheim (dpa/lby) - Nach dem Insolvenzantrag des in einen Milliardenskandal verwickelten Dax-Konzerns Wirecard will sich heute der Gemeinderat von Aschheim bei München mit dem Thema befassen. Die Räte wollen unter Leitung des 1. Bürgermeisters Thomas Glashauser (CSU) die Auswirkungen auf den Ort diskutieren, in dem der Finanzdienstleister mit weltweit rund 5800 Mitarbeitern seinen Firmensitz hat.

Im Vordergrund stehen der Gemeinde zufolge die Fragen zum bisher geplanten Umzug in eine neue Immobilie und baurechtliche Fragestellungen. Ein Thema ist auch ein Parkhaus, das unter anderem im Zusammenhang mit dem Umzug gebaut werden sollte. Zu möglichen Auswirkungen auf die Einnahmen der Gemeinde aus der Gewerbesteuer gibt es bisher keine Angaben.

Der Konzern steht seit Montag offiziell unter Kontrolle des Rechtsanwalts Michael Jaffé als vorläufigem Insolvenzverwalter. Das ordnete das Amtsgericht München an. Eine konkrete Folge für das Unternehmen ist, dass nun der Anwalt die Entscheidungshoheit über Finanzen und Unternehmenskasse hat.

Der Zahlungsdienstleister hatte am Donnerstag Insolvenzantrag gestellt. Hintergrund war das Eingeständnis mutmaßlicher Luftbuchungen in Höhe von 1,9 Milliarden Euro - nun droht die Zahlungsunfähigkeit. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY, die den Jahresabschluss 2019 prüfte, geht von Kriminalität in internationalem Maßstab aus.

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