08.11.2020 - 14:25 Uhr
GrafenwöhrDeutschland & Welt

Oberpfalz hofft auf Kehrtwende bei US-Truppenabzug

Donald Trump wollte Tausende Soldaten vom Truppenübungsplatz Grafenwöhr zurück in die USA schicken. Nun wurde Joe Biden zum neuen Präsidenten gewählt – und in der Oberpfalz wächst die Hoffnung, dass die Soldaten bleiben dürfen.

Hans-Martin Schertl, Bürgermeister von Vilseck. Foto: Armin Weigel/dpa/Archivbild
von Agentur DPAProfil

Nach der Wahl Joe Bidens zum neuen US-Präsidenten wächst in der Oberpfalz die Hoffnung, dass die amerikanischen Truppen bleiben können. „Ich hoffe, dass der bisherige Zustand erhalten bleibt“, sagte Hans-Martin Schertl, Bürgermeister von Vilseck (Landkreis Amberg-Sulzbach), am Sonntag.

Die Kleinstadt wäre von dem von Präsident Donald Trump angekündigten Truppenabzug besonders betroffen. Den Plänen nach sollen Tausende Soldaten Deutschland verlassen - alleine 4500 Soldaten und 9000 Familienangehörige aus Vilseck am Truppenübungsplatz Grafenwöhr.

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Für die Oberpfalz wäre der Verlust der Soldaten und ihrer Familien ein schwerer Schlag - sowohl in wirtschaftlicher wie in kultureller und zwischenmenschlicher Hinsicht. Die Soldaten seien seit Jahrzehnten in der Region verwurzelt, sagte Schertl. „Unser Wunsch ist es, den US-Soldaten fern ihrer Heimat bei uns weiterhin eine Heimat geben zu können.“

Trump hatte den Abzug eines Drittels der rund 36 000 US-Soldaten in Deutschland Mitte Juni angekündigt und ihn mit den aus seiner Sicht zu geringen Verteidigungsausgaben Deutschlands begründet.

US-Reporter berichten aus der Oberpfalz

Vilseck

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