23.02.2019 - 10:47 Uhr
Deutschland & Welt

„Kriegsbeute“: Regisseur Qurbani schreibt fürs Theater

Eine Dynastie von Waffenfabrikanten streitet um die Zukunft. „Kriegsbeute“ ist das erste Theaterstück von Filmemacher Burhan Qurbani. Bekannt wurde er mit einem Film über Rostock-Lichtenhagen.

Maria Bloch (Annika Meier) und Johannes Bloch (Gerrit Jansen) gehören zur Dynastie von Waffenfabrikanten. Als Erben streiten sie sich um die Zukunft des Konzerns.

Berlin (dpa) - Filmemacher Burhan Qurbani macht einen Ausflug in die Theaterwelt. Bekannt wurde er vor einigen Jahren mit seinem Filmdrama „Wir sind jung. Wir sind stark“ über die ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen 1992.

Nun hat er mit seinem Kollegen Martin Behnke ein Theaterstück geschrieben. „Kriegsbeute“ wurde am Freitagabend am Berliner Ensemble uraufgeführt. Es wirft einen satirischen Blick auf die Erben eines Waffenkonzerns. Die Blochs verdienen ihr Geld mit Gewehren und Panzern. Doch plötzlich beginnt der Vater und Firmenchef, das Familienimperium aufzulösen.

Das legt einiges an Scheinheiligkeit bei seinen Kindern offen und entfacht einen Streit um die Macht im Konzern. Laura Linnenbaum inszeniert die böse Familienkomödie. Das Bühnenbild von Valentin Baumeister erinnert an einen verzerrten, leeren Swimmingpool.

Manche Szenen sind nicht gerade subtil, spießen aber unterhaltsam das Heute auf. Das Stück erzählt etwas über Moral, Scheinheiligkeit und Verantwortung. Qurbani habe mit „Kriegsbeute“ zum ersten Mal ein Stück für das Theater geschrieben, sagte eine Sprecherin des Berliner Ensembles vor der Uraufführung.

Informationen zum Theaterstück "Kriegsbeute"

Geplante Premieren am Berliner Ensemble

Autorenprogramm am Berliner Ensemble

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