25.02.2021 - 21:10 Uhr
Deutschland & Welt

Kürzere Ausbildungszeit soll Mangel an Erziehern beseitigen

Carolina Trautner (CSU), Arbeitsministerin von Bayern, spricht. Foto: Matthias Balk/dpa/Archivbild
von Agentur DPAProfil

München (dpa/lby) - Mit einer verkürzten und neu konzipierten Berufsausbildung will Bayern den wachsenden Erziehermangel beseitigen. Bereits ab dem Schuljahr 2021/22 soll die Ausbildung für Bewerber mit mittlerem Schulabschluss nur noch vier statt fünf Jahre dauern, teilten Kultus- und Sozialministerium am Donnerstag in München mit. Dazu werden unter anderem die Praxisphasen zeitgleich zum theoretischen Teil der Ausbildung absolviert.

Auch bei der Vergütung soll sich einiges ändern: Wer den regulären Ausbildungsgang absolviert, kann für die beiden vorschulischen Ausbildungsjahre einen Zuschuss von 900 Euro im Monat beantragen, der nicht zurückgezahlt werden muss. Für die praxisintegrierte Variante ist eine tariflich festgelegte Vergütung von durchschnittlich rund 1200 Euro pro Monat vorgesehen.

Konkret bedeutet dies, dass Auszubildende mit einem mittleren Schulabschluss nach vier Jahren und Auszubildende mit Hochschulreife oder Quereinsteiger mit mittlerem Schulabschluss und einer abgeschlossenen Berufsausbildung schon nach drei Jahren staatlich anerkannte Erzieher werden.

„Mit dem neuen Konzept entwickeln wir die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern nicht nur weiter. Wir machen die Ausbildung damit auch ein ganzes Stück attraktiver“, sagte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU). Mit der Modernisierung der Erzieherausbildung könnten noch mehr jungen Menschen attraktive Bedingungen geboten werden, um in den spannenden Beruf des Erziehers einzusteigen, betonte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler).

© dpa-infocom, dpa:210225-99-592515/2

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.