14.10.2021 - 08:44 Uhr
Deutschland & Welt

Linke will mit Mitgliederoffensive 2023 in den Landtag

Nach dem schlechten Abschneiden bei der Bundestagswahl sucht Bayerns Linke nach einer Lösung für eine Trendumkehr bei der nächsten Landtagswahl. Der Parteitag am Wochenende soll erste Wege aufzeigen.

Ein Banner der Linken mit der Aufschrift „Zusammenhalten“ bei einem Warnstreik der IG Metall Schweinfurt. Foto: Nicolas Armer/dpa/Symbolbild
von Agentur DPAProfil

München (dpa/lby) - Mit einer Mitgliederoffensive und einer engeren Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften will die Linke in Bayern die Weichen für ihren ersten Einzug in den Landtag stellen. „Das nächste Zielprojekt ist der Einzug in den bayrischen Landtag 2023. Wir müssen dazu stärker werden. Stärker - das heißt ganz klar: Mehr Mitglieder, denn jede und jeder Einzelne bringt Talente, Ideen, Einsatz“, heißt es im Leitantrag des Landesvorstands, der am Samstag auf dem Parteitag in Augsburg beschlossen werden soll. Die Partei müsse das wahlfreie Jahr 2022 nutzen, um stärker als Kraft der sozialen Gerechtigkeit im Land wahrgenommen zu werden.

Die Linke hatte bei der Bundestagswahl Ende September in Bayern nur 2,8 Prozent der Stimmen erreicht und war damit nicht nur schlechter als bei der Bundestagswahl 2017 (minus 3,3 Prozentpunkte) sondern auch schlechter als bei der Landtagswahl 2018 (3,2 Prozent).

Neben der besseren landesweiten Vernetzung der kommunalen Mandatsträger, einer sichtbareren Öffentlichkeitsarbeit und einer programmatischen Vorbereitung setzt die Linke insbesondere auf eine neue Nähe zu den Gewerkschaften. Diese seien „mehr als eine Zielgruppe. Sie sind wichtige strategische Bündnispartnerinnen, die für die Durchsetzung von Verteilungsgerechtigkeit und sozial-ökologischer Transformation eine unerlässliche Rolle spielen“, heißt es im Antrag.

© dpa-infocom, dpa:211014-99-589245/2

Leitantrag Parteitag

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