14.06.2018 - 16:18 Uhr
Deutschland & Welt

„Make it in Ulm“: Stadt wirbt um ausländische Fachkräfte

Das Münster spiegelt sich in einer Fensterscheibe wider. Foto: Felix Kästle/Archiv

Ulm (dpa/lsw) - Unter dem Motto „Make it in Ulm“ (Schaffe es in Ulm) wirbt die Universitätsstadt an der Donau um ausländische Fachkräfte. Alle Aktivitäten rund um die Anwerbung und Bindung ausländischer Spezialisten werden unter dieser neuen Dachmarke gebündelt, sagte Oberbürgermeister Gunter Czisch (CDU) am Donnerstag. Internationalen Spezialisten und ihren Familien sollen durch die Kooperation von Behörden, Jobcentern, Handwerks- sowie Industrie- und Handelskammern der berufliche Neustart und die Eingewöhnung in der Region erleichtert werden. Neben Ulm und dem bayerischen Neu-Ulm werden dazu der Alb-Donau-Kreis und der Landkreis Biberach gezählt.

Eine Zielgruppe für „Make it in Ulm“ sind Ausländer, die an der Universität der Region Masterlehrgänge belegen, wie die Leiterin der Ulmer Koordinierungsstelle „Internationale Stadt“, Elis Schmeer, erklärte. In Ulm leben demnach derzeit Menschen aus 147 Nationen. Hintergrund sind Klagen von Firmen, Forschungseinrichtungen und Krankenhäusern über den zunehmenden Mangel an Fachkräften - von Pflegepersonal über IT-Experten bis zu Wissenschaftlern.

Die Landesregierung begrüßte die Initiative. „Seit jeher ist Baden-Württemberg auf ausländische Fachkräfte angewiesen“, sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU). Das Land fördert neun regionale „Welcome Center“ für ausländische Fachkräfte. Nach einer vom Ministerium in Auftrag gegebenen Studie des Instituts WifOR wird sich allein die Zahl der fehlenden IT-Fachkräfte im Südwesten von derzeit 3000 bis 2030 auf 6700 mehr als verdoppeln.

Website Make it in Germany

Institut WifOR

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