08.05.2018 - 22:30 Uhr
Deutschland & Welt

UN-Nothilfebüro veröffentlicht Bericht: Mehr als 83.000 Flüchtlinge in Afghanistan

Kabul. Mehr als 83 000 Menschen in Afghanistan sind einem UN-Bericht zufolge seit Jahresbeginn wegen andauernder Konflikte und Naturkatastrophen in dem Land auf der Flucht. Rund 19 800 der insgesamt 83 345 Binnenflüchtlinge hätten in der vergangenen Woche ihre Häuser und Wohnungen verlassen müssen, heißt es in einem Bericht des UN-Nothilfebüros (Ocha). Mehr als 9000 davon flohen vor Kämpfen in der nördlichen Provinz Faryab, weitere 7000 zogen sich wegen Gefechten in Kundus in eine Wüstenregion der Nordostprovinz zurück. In der südlichen Provinz Helmand mussten jüngst knapp 10 000 Menschen wegen einer Dürre fliehen.

von Agentur DPAProfil

Im Jahr 2017 waren mehr als 445 000 Menschen durch Konflikte in Afghanistan vertrieben worden. Seit Beginn seiner statistischen Erhebungen im Januar 2012 zählte Ocha mehr als 2 Millionen Binnenflüchtlinge in dem südasiatischen Land. Afghanische Sicherheitskräfte kämpfen landesweit gegen die radikalislamischen Taliban sowie gegen eine Ausbreitung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vor allem im Norden. Die Hauptstadt Kabul wird immer wieder zum Ziel von IS-Angriffen.

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