17.09.2021 - 10:48 Uhr
Deutschland & Welt

Mitarbeiter von Airbus-Tochter treten im Warnstreik

Vor dem Werk des Flugzeugherstellers Premium Aerotec demonstrieren Mitarbeiter. Foto: Stefan Puchner/dpa
von Agentur DPAProfil

Augsburg (dpa) - Im Konflikt zwischen Airbus und der IG Metall um den geplanten Konzernumbau des Flugzeugbauers sind am Freitag in Augsburg Beschäftigte der Airbus-Tochter Premium Aerotec in den Warnstreik getreten. An einer Kundgebung beim Premium-Aerotec-Stammsitz nahmen mehr als 1000 Männer und Frauen teil.

Die IG Metall hatte an allen Standorten von Airbus Operations und Premium Aerotec zu einem knapp eintägigen Warnstreik aufgerufen und Kundgebungen bei mehreren Werken geplant.

Airbus-Chef Guillaume Faury hatte im April angekündigt, dass Anfang 2022 Teile von Airbus Operations und große Teile der Augsburger Tochter in einem neuen Betrieb aufgehen. „Wenn Airbus seine Verkaufspläne umsetzt, stehen in Augsburg 2200 Arbeitsplätze auf dem Spiel“, sagte der bayerische IG-Metall-Bezirksleiter Johann Horn.

Die Gewerkschaft fordert als Absicherung für die Beschäftigten eine Abfindung von drei Bruttomonatsgehältern je Beschäftigungsjahr bei einem Mindestbetrag von 25.000 Euro, sollten Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter ihren Job verlieren. Zudem sollen eine Härtefallregelung für IG Metall-Mitglieder sowie zweijährige Qualifizierungsmaßnahmen bei Fortzahlung der Bezüge vereinbart werden.

Ein Sprecher von Airbus erklärte, die Unternehmensleitung verstehe, dass die derzeitige Situation Unsicherheiten hervorrufe. „Wir sind bereits mit unseren Sozialpartnern in Verhandlungen und haben konkrete Zugeständnisse für die Neuorganisation und ihre Umsetzung einschließlich Sicherungsmechanismen für die Standorte und Beschäftigung unterbreitet“, sagte er.

© dpa-infocom, dpa:210917-99-253621/3

IG Metall Augsburg zum Warnstreik

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